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zurück03. März 2016Tunneltaufe im CHEMPARK Leverkusen

Die begehbare "Martina" sichert den wichtigen Verbund zwischen den Standorten

Namensgeberin Martina Jacobs-Wellenberg bei der Taufe des neuen begehbaren Dükers vor dem Bohrkopf zusammen mit Bauleiter Andre Lieser, Stadtdechant Msgr. Heinz-Peter Teller, Oberbürgermeister Uwe Richrath und CHEMPARK-Leiter Dr. Ernst Grigat (v.r.n.l.).
Namensgeberin Martina Jacobs-Wellenberg bei der Taufe des neuen begehbaren Dükers vor dem Bohrkopf zusammen mit Bauleiter Andre Lieser, Stadtdechant Msgr. Heinz-Peter Teller, Oberbürgermeister Uwe Richrath und CHEMPARK-Leiter Dr. Ernst Grigat (v.r.n.l.).

Der neue Tunnel mit dem Namen "Martina" soll künftig die beiden Rheinseiten miteinander verbinden. Patin und Namensgeberin Martina Jacobs-Wellenberg begleitete das Projekt von Beginn an. Sie ist zuständig für die kaufmännische Abwicklung und somit wesentlich an der Realisierung des Projekts beteiligt.

"Der Start der Vortriebsarbeiten unter dem Rhein ist ein weiterer Meilenstein zur Stärkung der Verbundstruktur der Chemiestandorte am Niederrhein", so Ernst Grigat, Leiter des CHEMPARK. "Unter Umwelt- und Sicherheitsaspekten sind Rohrleitungen ein bewährtes und erprobtes Transportmittel für viele flüssige und gasförmige Stoffe. Schon seit vielen Jahren nutzen wir sie für den Transport von Stoffen wie Stickstoff, Wasserstoff und Kohlenmonoxid zwischen Dormagen und Leverkusen sicher und zuverlässig. Mit dem neuen Düker investieren wir etwa 12 Millionen Euro in die Instandhaltung und Weiterentwicklung der Infrastruktur dieses wichtigen Rohstoffverbundes." Der neue Rohrleitungstunnel wird im Gegensatz zum bisherigen Düker begehbar sein. Er ist damit für Wartungs- und Reparaturarbeiten jederzeit zugänglich. Zudem bietet das neue Bauwerk die notwendige Flexibilität für die zukünftige Entwicklung der Chemiestandorte.

"Für Leverkusen ist dieses Vorhaben daher fast ebenso wichtig wie für den CHEMPARK. Denn diese Investition erhält und stärkt die Attraktivität des Chemie-Standortes Leverkusen - für die bestehenden Betriebe, aber auch für Neuansiedler - und trägt damit zur Sicherung von Arbeitsplätzen in der Region bei. Als Oberbürgermeister kann ich das nur begrüßen. Nicht nur, weil Leverkusen und chemische Industrie zusammen gehören, sondern auch weil der Transport durch Rohrleitungen sicherer ist als andere Methoden", sagte der Leverkusener Oberbürgermeister Uwe Richrath in seinem Grußwort zur Tunneltaufe.

Nach alter Tradition wurden die Arbeiten vor ihrem Beginn unter den Schutz der heiligen Barbara gestellt, der Schutzheiligen der Berg- und Tunnelarbeiter: Unter musikalischer Begleitung des Ruhrkohle-Chors segnete Stadtdechant Msgr. Heinz-Peter Teller eine Figur der heiligen Barbara. Sie wacht von nun an über alle Arbeiten im Tunnel.

Die Vortriebsarbeiten beginnen in Kürze. Durchschnittlich 12 Meter werden die Arbeiten pro Tag voranschreiten. Bei einer Gesamtlänge von rund 470 Metern wird das linksrheinische Zielschachtgebäude voraussichtlich Ende April erreicht werden. Der fertige Rohrleitungstunnel wird in einer Tiefe von 9-12 Metern unterhalb der Rheinsohle verlaufen.

Daten und Fakten zum Düker

  • Länge Rohrleitungen: 545 m (von Einbindestelle zu Einbindestelle)
  • Länge Tunnelröhre: 470 m
  • Außendurchmesser: 3,0 m
  • Innendurchmesser: 2,4 m
  • Wanddicke: 30 cm Stahlbeton
  • Lage: Rheinkilometer 700,4; 9-12 m unterhalb der Rheinsohle
  • Startschacht-Sohle: 16 m tief (rechtsrheinisch), im CHEMPARK Leverkusen
  • Zielschacht-Sohle: 9 m tief (linksrheinisch), im Rheinufer-Vorland bei Köln-Merkenich
  • Dauer Vortriebszeit: circa 2 Monate
  • Rohrleitungen: derzeit 10, erweiterbar
  • Transportierte Stoffe: derzeit Erdgas, Ethylen, Kohlenmonoxid, Sauerstoff, Stickstoff, Wasserstoff
  • Geplante Inbetriebnahme: Mitte 2017

CHEMPARK
Im CHEMPARK bilden 70 Unternehmen aus Produktion, Forschung und Dienstleistung Synergien. An den Standorten Leverkusen, Dormagen und Krefeld-Uerdingen findet auf einer Fläche von 11 km² und in ca. 500 Betrieben ein Drittel der nordrhein-westfälischen Chemieproduktion statt. Der CHEMPARK ist über Wasserwege, Schiene und ein dichtes Autobahnnetz ideal zu erreichen. Auch die internationalen Flughäfen Düsseldorf und Köln-Bonn liegen in unmittelbarer Nachbarschaft. Chemie-Unternehmen erhalten vor Ort eine komplette Infrastruktur und bedarfsgerechte Services. Dafür sorgt die Currenta GmbH & Co. OHG, Manager und Betreiber des CHEMPARK.


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