21. März 2018CHEMPARK Dormagen

"Ständiges Arbeiten an Bestand, Wachstum und Fortschritt"

CHEMPARK-Leiter Lars Friedrich (l.) präsentiert die 2017er Kennzahlen des Dormagener Werks am Rhein. Manfred Borchers von Dralon war Gastgeber des Jahresmediengespräch und zeigte die vielfachen Produkte, in denen die Fasern "made in Dormagen" zum Einsatz kommen.
CHEMPARK-Leiter Lars Friedrich (l.) präsentiert die 2017er Kennzahlen des Dormagener Werks am Rhein. Manfred Borchers von Dralon war Gastgeber des Jahresmediengespräch und zeigte die vielfachen Produkte, in denen die Fasern "made in Dormagen" zum Einsatz kommen.

CHEMPARK-Unternehmen investieren 446 Millionen Euro - Ausbau von Produktion sowie Ver- und Entsorgungsinfrastruktur

446 Millionen Euro – aufgeteilt auf 185 Millionen Euro für Neuinvestitionen und Kapazitätserweiterungen und 261 Millionen Euro für Instandhaltungen –, 9.365 Mitarbeiter, davon 6.334 in der Stammbelegschaft: "Die Kennzahlen des Jahrs 2017 sind der Beleg des ständigen Arbeitens an Bestand und Optimierung der Anlagen im CHEMPARK und damit des Vertrauens der Unternehmen in den Standort. Die chemische Industrie investiert in Dormagen in Wachstum und Fortschritt – durch Produkte, durch Beschäftigung und durch Wertschöpfung für die Region", erklärt CHEMPARK-Leiter Lars Friedrich beim Jahresmediengespräch am 21. März 2018.

Die Beständigkeit des Wachstums zeigt sich vor allem nach Abschluss der Großprojekte der letzten Jahre. "Es gab 2017 nicht die eine herausragende Investition, sondern alle CHEMPARK-Partner – egal ob Produzenten, Dienstleister oder der Betreiber CURRENTA – stärken mit zahlreichen Maßnahmen den Verbund am Standort", so Friedrich. Zwar liegen die Neuinvestitionen im vergangenen Jahr mit 185 Millionen Euro unter dem Rekordjahr 2015, als beispielsweise die TDI-Anlage von Covestro und der Steam Reformer von Air Liquide starteten. Dafür gaben die CHEMPARK-Unternehmen 2017 mit 261 Millionen Euro für Instandhaltungen noch einmal 13 Millionen Euro mehr aus als im Vorjahr.

Gastgeber und Co-Referent des Jahresmediengesprächs ist die Dralon GmbH, die weltweites Ansehen als Hersteller von Acrylfasern für Mode-, Sport- und Heimtextilien genießt. Manfred Borchers, Head of Marketing and Sales, stellt die jüngere Geschichte des Unternehmens vor, in der Innovationskraft, konstante Produktoptimierungen, hohe Qualität und Zuverlässigkeit in Service und Lieferung die Marke "dralon" trotz stetig zunehmenden Wettbewerbs zum Marktführer gemacht haben. In Dormagen, eingebettet in die Verbundstruktur des CHEMPARK, werden jährlich insgesamt 120.000 Tonnen trocken gesponnene Acrylfaser produziert.

Was hast Du davon?
Mit 6.334 Mitarbeitern (2016: 6.973) der CHEMPARK-Unternehmen sowie 3.031 Fremdfirmenmitarbeitern (2016: 3.515) bleibt das Dormagener Werk am Rhein 2017 einer der größten Arbeitgeber in der Region. Mit 528 Auszubildenden (2016: 501) ist es auch der größte Ausbildungsbetrieb im Rhein-Kreis Neuss. Davon profitiert nicht nur Dormagen, sondern die ganze Region – das Jahres-Nettoeinkommen aller Beschäftigten entspricht einer Kaufkraft von über 260 Millionen Euro.

CHEMPARK begrüßt Kurs der neuen Landesregierung
Friedrich unterstreicht, dass weitere langfristig angelegte Investitionen im CHEMPARK keine Selbstläufer sind. Der Austausch hierüber mit den politischen Entscheidungsträgern ist offen und konstruktiv – zum Beispiel mit dem nordrhein-westfälischen Wirtschafsminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart, der den CHEMPARK und seine Unternehmen schon mehrfach besuchte. "Damit das Dormagener Werk – genauso wie seine Schwesterstandorte Leverkusen und Krefeld-Uerdingen – weiterhin seine Rolle als Beschäftigungs- und Fortschrittsmotor für die Region übernehmen kann, brauchen wir klare und praxisnahe Rahmenbedingungen. Die neue Landesregierung hat für die Industrie bereits einige positive Signale gesetzt", erklärt der CHEMPARK-Leiter.

NRW braucht mehr Innovationen, und Innovationen brauchen Freiräume. Die Absicht der Landesregierung, sämtliche vorhandenen Gesetze und Regeln systematisch auf Hemmnisse zu überprüfen, ist daher richtig und wichtig. Der CHEMPARK-Betreiber wirbt auch bei neuen Regelungen für einen solchen "Innovations-Check" zur Abschätzung von Gesetzesfolgen – idealerweise nicht nur in Düsseldorf, sondern auch in Berlin.

Ein richtiger Schritt ist zum Beispiel, know-how-kritische Unterlagen nicht mehr im Rahmen von Anlagengenehmigungen öffentlich zu machen, so wie es die Vorgängerregierung in NRW eingeführt hatte. Positiv hervorzuheben ist auch, dass Industriehäfen mit dem Entfesselungspaket II stärker vor heranrückender Nutzung geschützt werden sollen – das ist insbesondere für die transportintensive chemische Industrie wichtig.

Sehr viel sichtbarer sind die Probleme, die sich aus der dringend notwendigen Instandhaltung und dem Ausbau öffentlicher Verkehrswege ergeben. "Eine uneingeschränkt nutzbare und leistungsfähige Infrastruktur ist wichtig für die Zukunftsfähigkeit der Industrie hier im Land – für die CHEMPARK-Standorte hat sie sogar existenzielle Bedeutung. Dies gilt insbesondere für die Autobahn-Situation im westlichen NRW", betont Friedrich. "Ersatzbauwerke für die Rheinbrücken der A 1 und der A 40, der Ausbau der A 57 sowie der Neubau einer Rheinquerung bei Köln-Godorf sind dringend nötig. Darüber hinaus möchten wir aber auch aktiv die Mobilität von morgen mitgestalten und deshalb sind wir auch dem Bündnis für Mobilität beigetreten, welches Verkehrsminister Wüst vor knapp einem Monat gegründet hat", so der CHEMPARK-Leiter weiter.

Standortprojekte

Ungewohnte Einblicke bei der Bayer-Division Crop Science
Ein außergewöhnliches Highlight setzte Bayer am 100. Geburtstag des Dormagener Werks am Rhein. Im CI-Betrieb, einer der großen Pflanzenschutzproduktionseinheiten am Standort, herrschte Revisionsstillstand, so dass die über 100 Besucher am 25. August 2017 ganz nah an die Anlagen herankamen, in denen jetzt das neuentwickelte Insektizid "Sivanto2“ hergestellt wird. Auch für den Standortleiter ein echtes Herzensanliegen: "Als Verfahrensforscher habe ich viel an Sivanto gearbeitet. Das war damals mein ‚Baby‘, das ich mitbegleiten durfte. Es ist phantastisch zu sehen, dass die Anlage steht und nach Jahren mühevoller Entwicklung und Vorbereitung jetzt die Produktion läuft. Und dieses Know-how zeigen und erklären wir natürlich auch gerne unseren Nachbarn", so Dr. Norbert Lui.

Im Geschäftsjahr 2017 hat Crop Science in Dormagen rund 25 Millionen Euro in den Ausbau seiner Kapazitäten für die Herstellung von Pflanzenschutzmitteln investiert. Größte Einzelprojekte am Standort waren der Ausbau des MZT- und des CI-Betriebs. Die Ver- und Entsorgungsinfrastruktur verstärkte nicht nur der CHEMPARK-Betreiber im Rahmen des CUBE-Projekts, sondern auch der Wasserchemikalienspezialist Sidra. Eigens für Bayer errichtete das Ibbenbürener Unternehmen im Westwerk ein Silolager für Fällungschemikalien, mit denen Wasser gereinigt und wiederaufbereitet werden kann. Zum Jahreswechsel startete dessen Betrieb.

Steigende Produktionskapazitäten im Bereich Pflanzenschutz erforderten auch eine größere Infrastruktur für Analysen. Im MZT-Betrieb startete im Herbst ein neues Labor für Qualitätskontrolle, errichtet und betrieben von CURRENTA im Auftrag von Crop Science. "Die Integration des Labors in unsere Betriebsbereiche ist für uns einfach sehr praktisch. Die kurzen Wege helfen uns, auch gegenüber unseren Kunden noch schneller zu werden. Wir sind sehr zufrieden mit dem Projektabschluss und freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit mit den Kollegen der CURRENTA-Produktionsanalytik", so Bayer-Standortleiter Lui. Das neue Labor bietet auf einer Fläche von 100 Quadratmeter Raum für fünf Mitarbeiter.

Pushing boundaries: Covestro erweitert Produktion und Horizonte
Mit kontinuierlichen Investitionen bekennt sich Covestro weiter klar zum Standort Dormagen. Zuletzt erfolgte hier zum Beispiel die Inbetriebnahme einer neuen Produktionsanlage für Polyurethan-Dispersionen (PUD). Damit baut Covestro seine Position als Marktführer für Polyurethanrohstoffe auf Wasserbasis weiter aus. Diese Rohstoffe sind die Grundlage für zahlreiche nachhaltige Lacke und Klebstoffe und dank ihrer Leistungsfähigkeit eine umweltfreundliche Alternative zu klassischen lösemittelhaltigen Systemen. Dormagen ist mit der neuen Anlage nun weltweit der größte Covestro Betrieb für die innovativen Polyurethan-Dispersionen. "Die Investition ist ein klares Bekenntnis zum starken Standort Dormagen. Damit macht Covestro erneut deutlich, dass wir auch in Zukunft mit diesem Standort rechnen", sagt Dr. Klaus Jaeger, NRW-Standortleiter bei Covestro. "Unsere neue Anlage wird das Wachstum der nachhaltigen Rohstoffe begleiten und eine dauerhafte Lieferfähigkeit sicherstellen. Durch die Vielseitigkeit der Produkte schaffen wir weitere Wachstumschancen."

Dass im CHEMPARK nicht nur fleißig Chemie, sondern auch Geschäftsideen produziert werden, zeigt Covestro mit dem internationalen Ideenwettbewerb, der im vergangenen Sommer startete und im Februar einen erfolgreichen Abschluss fand. Was sonst eher in der Forschung und Entwicklung vor sich geht, möchte der Kunststoffspezialist jedem einzelnen Mitarbeiter ermöglichen: Alle hatten die Chance, das Unternehmen mit einer eigenen, innovativen Lösung weiter voranzubringen. Und diese Chance wurde zahlreich genutzt: Zum Start der "Start-up Challenge" waren insgesamt rund 600 Projekte weltweit eingereicht worden. Ideen für mehr Nachhaltigkeit und neue digitale Geschäftsmodelle standen dabei im Vordergrund. An einigen waren auch Mitarbeiter aus Dormagen beteiligt: "Unsere Mitarbeiter in Produktion und Technik haben einen ganz besonderen, praxisnahen Blick auf die Herstellung unserer Produkte und den damit verbundenen technischen Verfahren und operativen Abläufen. Deshalb sind wir überzeugt, dass gerade aus unseren drei Niederrheinwerken tolle Ideen entstehen, die unser Unternehmen und unsere Kunden weiterbringen", erklärt NRW-Standortleiter Jaeger. Die Gewinner-Geschäftsidee hat es in sich: eine neue Technologie zur sauberen, sicheren und effizienten Reparaturlackierung vor allem für Autos.

Ein weiteres Highlight, mit dem Covestro zu den Jubiläumsaktivitäten "100 Jahre Werk am Rhein Dormagen" beitrug, war im Rahmen der sogenannten Artwork-Industriekunstprojekte des Unternehmens die Neugestaltung des Hochregallagers im weithin sichtbaren Bauklotz-Look. Dazu lieferten die Mitarbeiter von Covestro einen Weltrekord, der auch in den Medien bundesweit eine riesige Beachtung fand. Um 11.45 Uhr am 10. Oktober hob Guinness World RecordsTM-Richtern Sofia Greenacre den Daumen und 694 Covestro Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, deren Familienangehörige und Freunde, CHEMPARK-Partner und Dormagener Bürger jubelten. Zusammen hatten sie den größten aus Menschen geformten Gabelstapler gebildet. Weltrekord!

Ein eigenes Jubiläum feierte Covestro am 6. Juli: 50 Jahre Chlorproduktion in Dormagen. Im Sommer 1967 ging im CHEMPARK Dormagen die Herstellung dieses wichtigen Grundstoffs in Betrieb, um den schon damals wachsenden Bedarf zu decken. Denn: Ohne Chlor kein Kunststoff. Fünf Jahrzehnte später sind die modernen Anlagen größer, sicherer und umweltfreundlicher denn je. Heute wird Chlor bei der Herstellung von rund 80 Prozent aller Covestro Produkte benötigt und ist auch für viele andere Unternehmen im Chemiepark ein unverzichtbarer Rohstoff.

Abermals Grund zum Feiern gab es am 17. Juli beim Industrie-Dienstleister Xervon: Der Spezialist für Arbeits- und Schutzgerüste wurde in puncto Arbeitssicherheit von Covestro als vorbildliches Partnerunternehmen mit dem Safety Award ausgezeichnet. Bereits zum dritten Mal belohnt Covestro mit dieser Auszeichnung diejenige externe Partnerfirma, die in seinen nordrhein-westfälischen Produktionsstandorten weit über ein Jahr auf dem Gebiet der Arbeitssicherheit besonders herausragende Leistungen gezeigt hat.

LANXESS und ARLANXEO investieren im CHEMPARK und engagieren sich im Bereich Bildung
Der CHEMPARK Dormagen ist für den Spezialchemie-Konzern LANXESS das Zentrum für die Entwicklung von Hochleistungskunststoffen sowie für die Produktion von ARLANXEO-Kautschuken in Deutschland. ARLANXEO ist ein weltweit führendes Unternehmen für synthetische Kautschuke und wurde im April 2016 als Joint Venture von LANXESS und Saudi Aramco gegründet. Die wichtige Rolle des CHEMPARK spiegelt sich auch in den Investitionen wider: Allein im Jahr 2018 planen der Spezialchemie-Konzern LANXESS und ARLANXEO rund
22 Millionen Euro am Standort Dormagen zu investieren.

Seine deutschlandweite Bildungsinitiative, die LANXESS bereits 2008 ins Leben gerufen hat, führte der Spezialchemie-Konzern auch 2017 fort: Das Unternehmen unterstützte im vergangenen Jahr gleich an fünf verschiedenen Standorten Schulprojekte mit insgesamt fast 70.000 Euro. Das Ziel: den naturwissenschaftlichen Unterricht und das Forschungsangebot an den Schulen nachhaltig zu verbessern. In Dormagen finanzierte der Spezialchemie-Konzern Projekte am Leibniz-Gymnasium, dem Bettina-von-Arnim-Gymnasium und der Realschule Hackenbroich mit knapp 15.000 Euro. Seit dem Start der Bildungsinitiative hat das Unternehmen fast 4,5 Millionen Euro an Schulen in Deutschland zur Verfügung gestellt.

Direkt ins Werk hat LANXESS junge Forscher während seiner Experimentiertage im vergangenen Frühjahr eingeladen. Die Mädchen und Jungen konnten sich mit ihren Lehrern aus rund 60 Versuchen diejenigen aussuchen, die am besten zum Lehrplan und den Lernzielen passen. So wurden beispielsweise Experimente zur Stofftrennung, zur Farbchemie, aber auch zum Thema Säuren und Laugen angeboten. 23 Schülerinnen und Schüler der Dormagener Bertha-von-Suttner Gesamtschule entschieden sich für das Thema "Polymere". Die Polymerchemie beschäftigt sich mit der Herstellung, Modifizierung und den Eigenschaften von natürlichen (zum Beispiel Stärke und Zellulose) sowie künstlichen Polymeren (zum Beispiel Kautschuke und Kunststoffe). Nachmittags besuchte die Gruppe das Kunststoff-Technikum des LANXESS-Geschäftsbereichs High Performance Materials im Dormagener Werk und lernte die Berufs- und Ausbildungsmöglichkeiten des Spezialchemie-Konzerns kennen.

ARLANXEO-Initiativen für Kautschuke und kluge Köpfe
Der Spezialist für synthetische Elastomere erweitert seine globale Produktion für Chloropren-Kautschuke (CR) am Standort Dormagen. Die Produktionskapazität im CHEMPARK für Polychloropren-Kautschuke wird auf insgesamt bis zu 70.000 Jahrestonnen erhöht. Insgesamt investiert ARLANXEO einen höheren einstelligen Millionenbetrag in den Ausbau, der in der ersten Jahreshälfte 2018 beginnt und bis zum ersten Quartal 2019 abgeschlossen sein wird. Im Rahmen der Erweiterung wird eine Produktionslinie erneuert und mit neuen Reaktoren ausgestattet, die über eine höhere Kapazität verfügen.

"Die weltweit starke Nachfrage nach unseren Chloropren-Kautschuken wird sich auch in den kommenden Jahren fortsetzen", sagt Stefan Rittmann, Leiter des ARLANXEO-Chloropren-Geschäftsbereichs und Geschäftsführer der ARLANXEO Deutschland GmbH. Der Bedarf an CR-Kautschuken wächst jährlich um etwa vier Prozent, besonders in Asien. Dabei sind Produkte mit speziellen Eigenschaften weltweit besonders stark nachgefragt. Sie werden als Rohstoffe unter anderem zur Herstellung von Kabelummantelungen, Riemen, Transportbändern sowie Taucheranzügen, aber auch für Klebstoffanwendungen, eingesetzt und zeichnen sich durch eine hohe Witterungs-, UV- und Ölbeständigkeit aus. "Zudem ist die Erweiterung ein klares Bekenntnis zu unserem größten deutschen Standort Dormagen, von dem aus wir die globale Nachfrage bedienen", erläutert Rittmann.

Den Schwerpunkt der ARLANXEO-Bildungsinitiative bildet das Thema Mobilität. Rund 20 Schülern der 9. Klasse der Realschule Hackenbroich nahmen an der Lernwerkstatt im Dormagener Werk teil. An drei Tagen konnten die Schüler Spannendes rund um die Themen Kautschuk und nachhaltige Mobilität entdecken. Neben alternativen Antrieben und Mobilitätsformen lernen sie auch, welche Herausforderungen die Entwicklung von Hochleistungskautschuken für eine nachhaltige Mobilität – etwa für spritsparende und rollwiderstandsarme Reifen – mit sich bringt. Darüber hinaus experimentierten die Teilnehmer und konnten im Schülerlabor beispielsweise Flummis aus Latex herstellen.

ARLANXEO baut sein Engagement im Bereich Bildung kontinuierlich aus. In Deutschland startete ARLANXEO im Mai 2017 seine Bildungsinitiative mit dem Abschluss der ersten Schulkooperation in Dormagen – nämlich eben mit der Realschule Hackenbroich. Eine zweite Schulkooperation wurde kürzlich mit der Käthe-Kollwitz-Gesamtschule in Grevenbroich geschlossen. Im Rahmen der Initiative werden neben Schulworkshops beispielsweise auch Spenden von Chemieequipment an Schulen, Praktika bei ARLANXEO und Besuche von Experten des Unternehmens in Schulen organisiert.

Asahi Kasei forscht für Autos von morgen
Anfang Oktober hat das aus Japan stammende Unternehmen Asahi Kasei im CHEMPARK Dormagen ein Forschungs- und Entwicklungszentrum eröffnet. Dort werden unterschiedliche Materialien, die das Unternehmen herstellt, weiterentwickelt – unter anderem für die Automobilindustrie. Zu diesen Materialien gehört auch der technische Kunststoff Xyron. Schon jetzt bringt er Autofahrern Vorteile. Dank seiner niedrigen Dichte etwa trägt er zu einem geringeren Spritverbrauch bei. Denn je leichter ein Auto ist, desto weniger Motorleistung muss es aufwenden und desto weniger Sprit verbraucht es.

In das Forschungs- und Entwicklungszentrum wird das bereits im Februar eröffnete Technologiezentrum für technische Kunststoffe eingegliedert. Ausschlaggebend bei der Standortwahl war auch die geplante Zusammenarbeit mit deutschen Universitäten und Forschungseinrichtungen. Asahi Kasei im CHEMPARK Dormagen außerdem mit der Faserproduktion unter den Marken Roica und Dorlastan vertreten.

CURRENTA investiert in Ver- und Entsorgungssicherheit
70 Millionen Euro – das ist das Gesamtinvestition des Projekts CUBE, kurz für CURRENTA unterstützt Bayer-Erweiterung. Und ein eiskalter Baustein, der dafür sorgt, dass die Pflanzenschutzbetriebe von Bayer nicht heiß laufen, feierte am 3. Mai 2017 Richtfest. Für Rohbau und Dachkonstruktion der neuen Kältezentrale von CURRENTA wurden rund 480 Tonnen Stahl verbaut. Vier Wochen später hob ein Portalkran die Ammoniakverdichter – das Herzstück der Kälteerzeugung – in den Rohbau hinein. Nach der geplanten Fertigstellung im Frühjahr 2018 wird die Anlage mit sechs Megawatt Leistung zur sicheren Kälteversorgung beitragen. "Denn Kälte ist für die Chemieindustrie ebenso wichtig wie Strom, Dampf oder Wasser – sei es, um die Abwärme von Reaktionsprozessen abzuführen oder um eine stabile niedrige Temperatur in Logistikbereichen zu gewährleisten", erklärt CURRENTA-Projektleiter Dr. Holger Gedanitz.

Ein weiterer gewichtiger CUBE-Baustein wurde bereits im April unter die Erde gebracht: 110 Meter Rohrleitungen aus Stahl und 35 Meter aus PE-Kunststoff, dazu ein 3,7 Tonnen schwerer Rohrknoten mit einem Materialwert von 25.000 Euro. Im Mai ging die Konstruktion im Westwerk als Wasseranschluss in Betrieb. Er versorgt den FL-Betrieb von Bayer, in dem Pflanzenschutzmittel formuliert, also Wirkstoffe mit Trägersubstanzen zusammengebracht werden.

Weiter ging’s im Untergrund. Auf einer Länge von 430 Metern erneuerte CURRENTA die Betriebswasserversorgung im Westwerk und investierte dafür rund 1,7 Millionen Euro. Ein sichtbarer Meilenstein in dem Streckenabschnitt wurde am 23. Mai gesetzt und damit die Zielgerade des 20-monatigen Projektes einläutet: Ein 20 Tonnen schwerer Betonwürfel mit einer Kantenlänge von rund drei Metern. Dieser Messschacht, der den Zugang zu der 600 Millimeter durchmessenden Betriebswasserleitung ermöglicht, wurde erfolgreich in den CHEMPARKboden eingelassen. "Mit diesen Bauarbeiten haben wir sprichwörtlich den Deckel auf ein spannendes Projekt gesetzt. Der plangetreue Verlauf ist eine tolle Teamleistung!", freut sich CURRENTA-Projektleiterin Claudia Schielke.

Die Arbeiten für einen neuen, zweiten Erdgasanschluss des CHEMPARK sind im Sommer in Hackenbroich westlich der A 57 gestartet. Damit wird eine Redundanz zu dem bestehenden Anschluss geschaffen und die Versorgungssicherheit der Betriebe im Werk gestärkt. Diese neue Anbindung ist vergleichbar mit einem normalen Hausanschluss im Privatbereich. Zu dem Bau der Rohrleitung gehört auch die Errichtung einer neuen Erdgasstation innerhalb des Werks. Die ersten Planungen für das gesamte Projekt begannen bereits im September 2016. Die Erdgasstation und die neue Netzanbindung sollen im zweiten Quartal 2018 ihren Betrieb aufnehmen. CURRENTA investiert hierfür knapp 14 Millionen Euro.


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