Der Schwefelsäurebetrieb von LANXESS ist 122 Jahre alt

Aussen historisch, innen Hightech

Die Anfänge des Schwefelsäurebetriebs im CHEMPARK Leverkusen gehen auf das Jahr 1894 zurück.

Eine der traditionsreichsten und gleichzeitig eine der modernsten Produktionsanlagen im CHEMPARK Leverkusen: Im Schwefelsäurebetrieb von LANXESS werden seit 122 Jahren Chemikalien hergestellt, die auch heute nicht aus dem täglichen Leben wegzudenken sind.

In diesem Jahr feiert das Werk am Rhein seinen 125. Geburtstag. Kaum weniger alt ist ein Gebäude inmitten des CHEMPARK Leverkusen: Die Geschichte des Schwefelsäurebetriebs von LANXESS begann bereits 1894. Noch heute erinnert ein 36 Meter langes Teilstück an die Historie des Gebäudes – eine rot verklinkerte Fassade, die bereits Anfang des 20. Jahrhunderts gebaut worden ist.

Mittlerweile ist dieses besondere Stück von der Stadt Leverkusen zum Industriedenkmal erklärt worden. Mit Folgen: Denn beim Umbau des Betriebs im Jahr 2002 musste die Fassade stehen bleiben. "Wir haben unsere Modernisierung um die Fassade herum geplant", erzählt Betriebsmeister Rolf Pitzen. Mehr als 30 Jahre lang hat er schon die Geschichte des Betriebs miterlebt – und ist stolz darauf, in diesem besonderen Gebäude arbeiten zu können.

Technik auf dem neuesten Stand

Gewaltige Dimensionen: Blick in das Innere des Schwefelsäurebetriebs.

35 Millionen Euro kostete die Modernisierung. 2013 erfolgte eine erneute Erweiterung. Die historische Fassade ist geblieben, aber die Technik im Inneren ist auf dem neuesten Stand. "Unser Betrieb ist meines Wissens nach die modernste Anlage ihrer Art in Europa", so Pitzen. Jährlich können bis zu 220.000 Tonnen 100-prozentige Schwefelsäure produziert werden. Die ist heute genauso gefragt wie 1894, denn ihr Einsatz ist äußerst vielfältig: für den Betrieb von Autobatterien, für die Leistungsfähigkeit von Computer-Chips, für die Herstellung von Lebensmitteln (siehe Info) oder für die hygienische Aufbereitung von technischen Apparaturen.

"Heute haben wir uns auf qualitativ hochwertige Vorprodukte für verschiedene Industrien spezialisiert", weiß Pitzen. Gemeinsam mit rund 140 Kollegen sorgt er dafür, dass es auch in Zukunft weiter heißt: außen historisch, innen Hightech.

Info: Schwefelsäure in der Lebensmittelindustrie

Auch bei der Herstellung von Lebensmitteln kommt Schwefelsäure zum Einsatz: Als Säuerungsmittel mit der Bezeichnung E 513 wird sie in erster Linie genutzt, um einen gewünschten Säuregrad zu erreichen oder Eiweiße aufzuspalten, etwa bei der Herstellung von Käse oder modifizierter Stärke. Der Lebensmittelzusatzstoff E 513 darf übrigens auch für Bio-Produkte verwendet werden. Im Endprodukt ist die Schwefelsäure in der Regel gar nicht mehr oder nur noch in geringen Spuren zu finden, die keine gesundheitlichen Risiken bergen.

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