Die Bayer-Kantine gegenüber des CHEMPARK besuchen täglich hunderte Mitarbeiter – und auch Nachbarn

Mahlzeit bei Merkel

Nach seiner Ausbildung zum Koch in einem Dormagener Hotel durchlief Frank-Peter Merkel verschiedene Stationen – Restaurantgeschäft, Catering, Verwaltungsgastronomie – bis er schließlich bei Bayer landete.


Über die Kochkünste von Frau Merkel ist wenig bekannt. Über die Kochkünste von Herrn Merkel urteilen jeden Tag hunderte Gäste. Und kommen eigentlich immer zum gleichen Ergebnis: Im Mitarbeiterrestaurant in C 153, geleitet von Koch Frank-Peter Merkel, schmeckt‘s. Das wissen auch die Nachbarn zu schätzen, denn die Bayer-Kantine ist für jeden Gast offen.

Leverkusen, Düsseldorfer Straße, Ecke Am Hirschfuß: Hier werden Tag für Tag hunderte Menschen satt und glücklich gemacht, denn hier liegt eine der Kantinen der Bayer Gastronomie. Sie liegt außerhalb des Werkzauns – und ist damit offen für alle Nachbarn des CHEMPARK. Jetzt, um 12 Uhr, ist die Luft im Gebäude gefüllt mit Stimmengewirr und den schmackhaften Gerüchen verschiedenster Gerichte. Hochbetrieb. Hungrige Gäste wandern umher und begutachten das Angebot. Hirtenkäse auf Ratatouillegemüse, mediterraner Hackfleischtopf oder doch lieber Seelachsfilet mit Petersilienkartoffeln? Die Vielfalt der Gerichte lässt kaum einen Wunsch offen. Die Kantinengänger können jeden Tag zwischen 15 bis 20 Gerichten auswählen – vom knackig-frischen Salat bis zum Klassiker Currywurst.

Hier in C 153 – so lautet der offizielle Name des Gebäudes – sorgt Frank-Peter Merkel als Betriebsleiter dafür, dass jeder Gast versorgt wird und das Mitarbeiterrestaurant zufrieden wieder verlässt. Mitten zwischen all den Hungrigen steht der Mann mit dem Schnäuzer in seiner weißen Küchenkleidung und schaut nach dem Rechten. "Ich bin immer ansprechbar. Wenn jemand eine Beschwerde hat oder etwas nicht in Ordnung ist, kann er jederzeit zu mir kommen. Dann helfe ich weiter." Service ist für den 54-Jährigen das A und O. "Mit dem Kantinenalltag von früher – der leider noch in vielen Köpfen steckt – hat unsere Arbeit schon lange nichts mehr zu tun", sagt Merkel bestimmt. Er muss es wissen, schließlich hat der gelernte Koch und Küchenmeister das Handwerk von der Pieke auf gelernt.

Hochbetrieb im Kasino, einem weiteren Mitarbeiterrestaurant im CHEMPARK-Leverkusen.

9.000 Mahlzeiten pro Woche
Längst kommen nicht mehr nur CHEMPARK-Mitarbeiter. Dass sich in C 153 gut speisen lässt, hat sich auch in der Nachbarschaft herumgesprochen. Die Essen der Mitarbeiter werden von den Unternehmen im Chemiepark subventioniert, private Gäste zahlen deshalb einen Aufschlag von 60 Prozent. Doch selbst dann kostet etwa das Rinderhüftsteak immer noch weniger als neun Euro. Dass die Qualität stimmt, zeigen die durchschnittlich maximal drei Reklamationen pro Woche – und das bei rund 9.000 Essen.

13:15 Uhr: In der Kantine wird es langsam etwas ruhiger. Für Frank-Peter Merkel jedoch kein Grund, sich zurückzulehnen. Er hat ein neues Rezept im Kopf, das er schnellstmöglich ausprobieren will. Und sein persönliches Lieblingsessen? Der Küchenprofi lacht. "Ich gönne mir samstags vor der Fußballbundesliga-Übertragung gerne mal ein halbes Hähnchen. Nein, im Ernst: Die Rinderrouladen von meiner Mutter sind einfach unschlagbar."

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