Dormagen nimmt am Wettbewerb "Zukunftsstadt" teil

Ein Blick in die Kristallkugel

30 Azubis, unter anderem aus dem CHEMPARK, machten im Nachbarschaftsbüro eine Reise in die Zukunft Dormagens.


Wie sieht Dormagen 2030 aus? Mit dieser Frage haben sich jetzt 30 Azubis, unter anderem aus dem CHEMPARK, bei einer "Zukunftswerkstatt" im Nachbarschaftsbüro beschäftigt. Gemeinsam machten sie eine spannende Zeitreise.

Jennifer Henrichs hat eine Vorstellung vom Dormagen der Zukunft: Grüner soll es sein und attraktiver für seine Einwohner, neue Läden säumen die Einkaufsstraße. Um diese Ideen zu entwickeln, hat die 16-Jährige eine Zeitreise ins Jahr 2030 unternommen – gemeinsam mit weiteren Nachwuchskräften aus dem CHEMPARK, dem RING Center, der Sparkasse und der Stadtverwaltung. Henrichs selbst nimmt gerade am Starthilfe-Programm von Bayer teil, das Jugendliche auf eine spätere Ausbildung vorbereitet. Insgesamt rund 30 Azubis hatte die Stadt Mitte März in das Nachbarschaftsbüro CHEMPUNKT zur "Zukunftswerkstatt" eingeladen. Die Veranstaltung war Teil des bundesweiten Wettbewerbs "Zukunftsstadt", an dem sich Dormagen seit 2015 beteiligt (siehe Infokasten).

Im Vorfeld waren Dormagener nach ihrer Stadt-Vision für das Jahr 2030 befragt worden. Die Antworten bekamen Henrichs und ihre Mitstreiter dann im CHEMPUNKT präsentiert – in Form einer fiktiven städtischen Homepage aus dem Jahr 2030. Anschließend waren die Jugendlichen gefragt: Sie sollten überlegen, wie sich die Wünsche der Bürger umsetzen lassen.

Dormagen rückt zusammen

Dormagen ist eine von 51 Kommunen, die für die Teilnahme beim Bundeswettbewerb "Zukunftsstadt" ausgewählt wurden.

Für Henrichs war besonders die Vision eines grüneren Dormagens attraktiv: "2030 könnte es überall in der Stadt Gärten geben und die Fassaden von Häusern sind auch begrünt. Ich denke, es ist möglich, das zu erreichen, wenn jeder mit anpackt." Kritischer sah sie den Wunsch mancher Bürger nach einem kostenlosen öffentlichen Nahverkehr, der rund um die Uhr verfügbar ist: "Ich kann mir nicht vorstellen, dass das finanziell umsetzbar ist." In einem waren sich alle Werkstatt-Teilnehmer einig: Die Dormagener werden bis 2030 näher zusammenrücken und Grenzen überwinden, etwa die zwischen den Stadtteilen.

Von der Aktion ist Jennifer Henrichs begeistert: "Es ist eine tolle Idee, die Menschen, die hier leben und arbeiten, so zu integrieren und gemeinsam eine Vorstellung von einer besseren Zukunft zu entwickeln." Davon ist auch CHEMPUNKT-Leiter Jobst Wierich überzeugt, der die Azubis zum Auftakt begrüßte: "Der CHEMPARK ist der größte Arbeitgeber hier in der Region und viele Mitarbeiter wohnen auch in Dormagen. Von daher ist es für uns als Nachbar selbstverständlich, sich an einem Projekt zu beteiligen, bei dem es um Themen geht wie Infrastruktur, Aus- und Fortbildung und insgesamt das Zusammenleben in Dormagen."

Wettbewerb Zukunftsstadt
Dormagen ist eine von 51 Kommunen, darunter auch Dresden und Bonn, die für die Teilnahme beim Bundeswettbewerb "Zukunftsstadt" ausgewählt wurden. Ziel des Wettbewerbs ist es, dass jede Kommune eine "nachhaltige und ganzheitliche Vision 2030+" entwickelt, also eine umsetzbare Idee davon, wie die Stadt einmal aussehen soll. Das Projekt erstreckt sich über drei Phasen. Dormagen bewirbt sich im Sommer mit den Ergebnissen aus der ersten Phase – unter anderem aus der Zukunftswerkstatt – für die nächste.

Video im Netz
Ein Video von der Zukunftswerkstatt im CHEMPUNKT gibt es hier.

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