CHEMPARK-Lokführer werden im Eisenbahnsimulator geprüft

Vorbereitet auf das Unerwartete

In Aktion: Chemion-Lokführer Detlef Klein am mobilen Fahrsimulator.


Fahrschule – bei dem Stichwort denken die meisten an Autos oder Lkw. Doch auch Lokführer müssen geschult werden. Im CHEMPARK absolvieren sie zweimal im Jahr ein Fahrsicherheitstraining im Simulator – brennende Loks auf dem Gleis inklusive.

Langsam nimmt der Zug Fahrt auf. Plötzlich taucht eine brennende Lok auf dem Gegengleis auf. Doch Lokführer Detlef Klein bleibt cool. Er bringt den Zug per Notbremsung gerade noch rechtzeitig zum Stehen. Lebensgefahr hat zum Glück zu keinem Zeitpunkt bestanden: Alles war nur eine Simulation. Klein sitzt vor einem großen Flachbildschirm. Normalerweise transportiert er Container und Kesselwagen per Bahn aus und in den CHEMPARK. Heute muss Klein im Fahrsimulator sein Können unter Beweis stellen.

Zweimal im Jahr ist eine Eisenbahnfahrschule mit ihrem mobilen Simulator im CHEMPARK zu Gast, um Wissen, Können und Reaktion der Lokführer des Logistikdienstleisters Chemion zu prüfen. Der Simulator ist ein authentisches Modell eines Triebfahrzeug-Führerpults, denn die Mitarbeiter sollen unter möglichst realistischen Bedingungen trainieren. Den Blick durch die Windschutzscheibe ersetzt ein Bildschirm. "Wir planen pro Lokführer zwei Stunden für das Training ein. In der ersten Stunde kann sich der Kollege einfahren, die zweite Stunde ist die Prüfungsfahrt", erläutert Jörg Wajs, selbst Lokführer und Betriebsleiter im CHEMPARK Leverkusen.

Vorsicht: Pkw im Gleisbett

Bernd Fiske von der Eisenbahnschule Fiske erläutert Chemion-Mitarbeiter Detlef Klein die Funktionsweise des Simulators.

Im Simulator können verschiedene Szenarien eingespielt werden: von Sonderfahrten über die Situation eines Pkw im Gleisbett bis zur brennenden Lok auf dem Gegengleis. Solche Vorfälle sind dank der zahlreichen Sicherheitsmaßnahmen im CHEMPARK extrem unwahrscheinlich. Dennoch sollen die Lokführer stets auf das Unerwartete vorbereitet sein. „Wir wollen, dass sie jedes mögliche Szenario schon einmal erlebt haben. So wissen sie im Ereignisfall genau, was zu tun ist“, betont Wajs.

Machen die Lokführer größere Fehler, werden sie umgehend nachgeschult. Detlef Klein hat seine Prüfungsfahrt bestanden. Jetzt geht es für ihn wieder zurück auf die CHEMPARK-Schiene – in der Gewissheit, dass er jederzeit weiß, was zu tun ist.

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