Bei Bayer finden Meetings jetzt auch im Carl-Duisberg-Park statt – und zwar im Gehen

Leverkusens größter Konferenzraum

Meeting im Gehen: Die Bayer-Mitarbeiterinne Isabel Schroeder (l.) und Lisa Lang nutzen den Carl-Duisberg-Park als alternativen Konferenzraum.


In diesem Konferenzraum wachsen Bäume, ist immer frische Luft und manchmal kreuzen Kaninchen den Weg: Bayer-Mitarbeiter nutzen den Carl-Duisberg-Park seit diesem Sommer als neuen Ort für Meetings – und die finden im Gehen statt. Das ungewöhnliche Konzept kommt gut an.

Wer in den vergangenen Wochen aufmerksam durch den Carl-Duisberg-Park gegangen ist, dem sind sie vielleicht aufgefallen: kleine Gruppen von Frauen und Männern in Bürokleidung, die sich unterhalten, dabei immer wieder Notizen machen und meist einer festen Route folgen. Sie alle nehmen an sogenannten "Walking Meetings" teil, Konferenzen im Gehen und an der frischen Luft.

"Es muss ja nicht immer der typische Konferenzraum sein", erläutert Isabel Schroeder, während sie mit Emily Wotzka gerade selbst durch den Carl-Duisberg-Park läuft. Beide arbeiten in der Bayer-Konzernzentrale direkt nebenan und sind die Köpfe hinter den "Walking Meetings". "Viele Menschen, die im Büro arbeiten, verbringen den größten Teil des Tages im Sitzen, bis zu neun Stunden", berichtet Wotzka. "Die Folge sind Verspannungen, Schmerzen, Rückenleiden." Das wirksamste Gegenmittel sei Bewegung. Um davon etwas mehr in den Arbeitsalltag zu integrieren, haben Wotzka und Schroeder die Idee der "Walking Meetings" realisiert.

Inspirierende Umgebung

Hinweisschilder geben eine beispielhafte "Walking"-Route vor, die etwa 30 Minuten dauert.

Dabei kam ihnen zugute, dass sie fast direkt vor der Bürotür eine Parkanlage haben. "Der vielleicht größte Konferenzraum Leverkusens", sagt Schroeder schmunzelnd, und biegt nach rechts ab, immer den Hinweisschildern nach. Die geben eine Route vor, die etwa 30 Minuten dauert. "Das ist aber nur als Orientierung gedacht, jeder kann seine eigene Strecke und sein eigenes Tempo wählen", so Wotzka.

Für Besprechungen mit brisanten Inhalten oder bei denen Beamer und Co. benötigt werden, eignen sich die Freiluft-Konferenzen eher weniger. "Aber sie sind wie geschaffen für Meetings, bei denen es vor allem um Ideenfindung geht. Schließlich fördert Gehen erwiesenermaßen die Kreativität. Und diese einmalige Kulisse", Wotzka zeigt auf den Japanischen Garten mit seinen Wasserspielen, Skulpturen und Torbauten, "kann sehr inspirierend sein."

Bei Bedarf bekommen die Teilnehmer einen handlichen Block für wichtige Notizen. Für jedes Meeting erhalten sie zudem einen Stempel auf einer kleinen Karte – der "Frequent Walker Card". Für eine bestimmte Zahl an absolvierten Outdoor-Konferenzen gibt es zur Motivation kleine Geschenke – vom Anti-Stressball bis zum Springseil. Bei den Kollegen kommt das gut an. "Die durchweg positive Resonanz hat uns überrascht, aber auch sehr gefreut", berichtet Schroeder. Dann geht es für die beiden erst mal zurück ins Büro, aber bei der nächsten Gelegenheit sind sie natürlich wieder unterwegs – im vielleicht größten Konferenzraum Leverkusens.

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