Im CHEMPARK Dormagen entsteht die Basis für Auto- und Flugzeuglacke

Alles im Lack

Der Dormagener LPD-Betrieb sorgt mit seinen Isocyanaten dafür, dass Lackierungen wie bei diesem Auto lange Zeit farbecht und witterungsbeständig bleiben.


Bürsten, Chemikalien, Vogeldreck: Autolack ist täglich zahlreichen Härtetests ausgesetzt. Um dennoch langfristig effektiven Schutz zu bieten, verwenden viele Fahrzeughersteller Lackrohstoffe von Bayer MaterialScience (das Unternehmen firmiert ab 1. September 2015 unter Covestro), die im CHEMPARK Dormagen produziert werden. In diesem Jahr feiert der Betrieb sein 25-jähriges Bestehen.

Was uns Menschen die Haut, ist Fahrzeugen ihre Lackierung: Sie schützt die empfindliche Verkleidung vor Witterung und mechanischer Einwirkung. Eine immense Herausforderung, zum Beispiel bei Flugzeugen: Sie sind oft extremen Temperaturen ausgesetzt, ob glühender Hitze oder frostiger Kälte. Hinzu kommen aggressive Enteisungsmittel, die im Winter auf Flughäfen zum Einsatz kommen.

Auch Autolackierungen müssen so einiges aushalten: Die Bürsten in Waschstraßen sind eine harte Prüfung für jede Außenbeschichtung. Hinzu kommen Chemikalien, zum Beispiel Benzin, das beim unachtsamen Betanken auf den Lack tropft. Eine Herausforderung ist auch Vogeldreck, der sich oft besonders schwer entfernen lässt.

Um ihren Fahrzeugen einen robusten, aber auch flexiblen Schutz zu verleihen, vertrauen viele Flugzeug- und Autobauer auf Lackrohstoffe aus dem CHEMPARK Dormagen. Dort produziert Bayer MaterialScience seit mittlerweile 25 Jahren Polyisocyanate – Kunststoffverbindungen, die als Basis für die Lackherstellung dienen. Die Isocyanate machen Lacke besonders farbecht und witterungsbeständig. Rund 50 verschiedene Produkte für die unterschiedlichsten Anwendungen werden von Dormagen aus in die ganze Welt verkauft.

Die Erfolgsgeschichte des Betriebs mit seinen rund 120 Mitarbeitern hält seit einem Vierteljahrhundert an. Ursprünglich war der Dormagener Standort lediglich als Erweiterung der beiden Leverkusener Mutterbetriebe geplant, die Ende der 1980er Jahre an ihre Kapazitätsgrenzen gestoßen waren. Im Dormagener "Westwerk", dem heutigen CHEMPARK-Areal zwischen Autobahn und S-Bahn-Trasse, waren damals hingegen noch ausreichend Freiflächen für neue Produktionsanlagen vorhanden. Mehrere hunderttausend Tonnen Polyisocyanate sind seitdem produziert worden. Bis heute ist der LPD-Betrieb – das steht für "Lack Polyisocyanate Dormagen" – kontinuierlich gewachsen. Technisches Know-how aus Dormagen ist zudem in den Bau neuer Anlagen in China eingeflossen.

Zu den Kunden zählt auch die Deutsche Bahn. Sie setzt die Produkte von MaterialScience unter anderem beim Hochgeschwindigkeitszug ICE ein. Dank der Umstellung auf Polyurethanlacke konnten die Lackier-Intervalle wesentlich verlängert werden. Ein weiterer Einsatzort findet sich in der NRW-Hauptstadt: Beim Parkhaus am Düsseldorfer Flughafen sorgen Dormagener Lackrohstoffe von Bayer MaterialScience für den Korrosionsschutz.

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