Peter Hosking ist der Technikexperte im BayKomm, in seiner Freizeit schwingt er den Dirigentenstab

Bühnenprofi mit Taktgefühl

Beruflich ist Peter Hosking hinter der Bühne zuhause. In seiner Freizeit steht er als Dirigent selbst im Rampenlicht.


Im BayKomm, dem Veranstaltungszentrum im Leverkusener CHEMPARK, zieht Peter Hosking im Regieraum die Fäden, damit Ton, Licht und sonstige Technik perfekt harmonieren. In seiner Freizeit steht er selbst im Rampenlicht: als Dirigent einer Neusser Marschmusik-Gruppe.

Auf der Bühne des BayKomm in Leverkusen dampft und zischt es. Gespannt beobachtet das vorwiegend junge Publikum die Show der "Physikanten", Wissenschafts-Comedians, die Physik auf unterhaltsame Weise präsentieren. Was keiner sieht: Damit auf der Bühne alles reibungslos klappt, sind im Hintergrund die Mitarbeiter des Veranstaltungsservice von CURRENTA, dem CHEMPARK-Manager und -Betreiber, aktiv. Die Fäden laufen bei Peter Hosking zusammen. "Bei allen Veranstaltungen sorge ich mit meinem Team für Bild, Ton und Licht und führe bei Live-Übertragungen die Regie", sagt Hosking. Angst vor der Vielzahl von Knöpfen, Schiebern und Signalen im Regieraum des BayKomm? "Nein. Sämtliche Geräte, die hier zum Einsatz kommen, kenne ich zu 100 Prozent." Ob Pressekonferenzen der CHEMPARK-Unternehmen, Filmabende oder Unterhaltungsshows wie die der "Physikanten": Pro Jahr stemmt Hosking mit seinen Kollegen mehr als 100 Veranstaltungen.

Vom Gabelstapler in den Regieraum

Bei Großveranstaltungen wie "Jugend forscht" agiert Peter Hosking auch immer mal wieder als Kameramann.
Dass er einmal im BayKomm die Strippen ziehen würde, war zu Beginn seiner CHEMPARK-Laufbahn noch nicht abzusehen: 1992 kam der gebürtige Engländer nach Deutschland, 1995 fing er im damaligen Bayer-Werk an. Hier begann er zunächst als Gabelstaplerfahrer. Über die Lagerverwaltung und die Informatikabteilung führte der Weg in den Regieraum. Seit zwölf Jahren ist der Wahl-Kölner nun für die BayKomm-Präsentationstechnik verantwortlich.

170 Schritte pro Minute

Seinen musikalischen Wurzeln ist Hosking bei seinen zahlreichen Tätigkeiten immer treu geblieben. Denn eigentlich ist der 53-Jährige ausgebildeter Posaunist. Während er im CHEMPARK vor allem im dunklen abgeschirmten Regieraum zuhause ist, steht er bei seinem Hobby häufiger im Rampenlicht: als Leiter der vor drei Jahren gegründeten "Quirinus Band & Bugle Corps" aus Neuss. Die Vorbilder kommen aus Hoskings alter Heimat: "Wir spielen Infantry-Märsche der englischen Militärkapellen." Und das ist ganz schön schweißtreibend: Der CHEMPARK-Veranstaltungsprofi und seine inzwischen 40 Mitspieler marschieren bei ihren Auftritten mit 170 Schritten pro Minute über die Bühne – schneller ist kaum ein Orchester dieser Welt.

Der richtige Ton für die Queen

Die in detailgenauen englischen Uniformen gekleideten Musiker der "Quirinus Band & Bugle Corps" sind bereits bei zahlreichen Musik-Festivals aufgetreten.

Die Musik und die Choreographie arrangiert Hosking und studiert sie als Bandmaster des Ensembles bei 14-tägigen Proben ein. Rund 40 Stücke hat die Gruppe, zu der auch sein Sohn (Schlagzeug) und seine Frau (Saxophon) gehören, im Repertoire. Ihr Können haben die Musiker bei zahlreichen Großevents unter Beweis gestellt – unter anderem in der Kölner LANXESS-Arena vor 8.000 Zuhörern. Dazu gesellen sich Darbietungen beim Neusser Schützenfest und bei diversen Benefizveranstaltungen.

Ein besonderes Highlight könnte im kommenden Jahr auf sie warten: "Uns liegt eine Anfrage vor, 2016 an der Horse Guards Parade in London für die Queen teilzunehmen", freut sich Peter Hosking auf ein mögliches Event von besonderer Güte. Und vor den gestrengen Augen und Ohren der englischen Königin heißt es natürlich ganz besonders, den richtigen Ton anzugeben.

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