CHEMPARK-Logistiker setzt beim Postversand auf Elektroautos

Grüne Briefträger

Aufladen: Chemion-Mitarbeiter Gerd Wirtz versorgt das Transportfahrzeug mit Strom. Mit einer Ladung kommt der Wagen 180 Kilometer weit.


Die Post ist gelb? Im CHEMPARK ist sie grün: Das Logistikunternehmen Chemion, das in dem Chemiepark für die Auslieferung von Briefen und Paketen zuständig ist, setzt mittlerweile drei Elektroautos ein – emissionslos, geräuschlos, zukunftsweisend


Jährlich verteilen die Mitarbeiter des Logistikers Chemion über 10 Millionen Briefe und knapp 500.000 Pakete an die Unternehmen in den Chemieparks in Leverkusen, Dormagen und Krefeld-Uerdingen. Dabei kommen kleine Transportfahrzeuge zum Einsatz – seit Neustem auch drei Elektroautos des französischen Herstellers Renault.

Insgesamt drei Elektroautos sind im Auftrag von Chemion im und zwischen den CHEMPARK-Standorten als "Postboten" unterwegs.

Die grünen "Briefträger" sehen aus wie benzinbetriebene Pkw. Der entscheidende optische Unterschied: Ihre Tankklappe liegt vorne direkt unterhalb der Motorhaube, die etwas kürzer ausfällt als üblich. Dort wird an der Ladestation das Stromkabel angeschlossen. "Stecker rein, vier Stunden warten, Stecker raus, Akku voll", bringt Frank Orth, Betriebsleiter Logistik Services, den Ladevorgang auf den Punkt. Die Reichweite von 180 Kilometern pro Ladung reicht bei den zu bewältigenden Strecken innerhalb des CHEMPARK und zwischen den Standorten völlig aus.

 Die E-Fahrzeuge überzeugen nicht nur mit null Emissionen. Sie fahren auch komplett geräuschlos. "Als ich vor meiner ersten Fahrt eingewiesen wurde, hat man mir erklärt, wo Blinker, Lenker und Bremse sind", erinnert sich Orth. "Daraufhin habe ich gesagt: 'Zeigen Sie mir lieber, wo das Auto angeht.' Da sagte der Kollege nur: 'Herr Orth, das Auto ist bereits an.'" Dass die Geräuschlosigkeit das Unfallrisiko erhöht, kann Orth nicht bestätigen. Bislang habe es nur positive Erfahrungen mit den Fahrzeugen gegeben.

Einziger Minuspunkt sind die höheren Anschaffungskosten, die gut das Doppelte eines Benziners betragen. "Es war uns aber wichtig, ein Zeichen zu setzen", so Orth. Deshalb wurden nach ersten Tests mit zunächst einem Fahrzeug zwei weitere angeschafft. Ein Plus für die Umwelt und ein möglicher Wegweiser, wie die Logistik der Zukunft aussehen könnte.

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