GUDRUN POGGENDORF LEITET DIE CONTAINERLOGISTIK BEI CHEMION

Mehr als Tetris

Vom Portalkran 'Wolfgang' aus kann Gudrun Poggendorf das gesamte Containerterminal am Rhein-Kai überblicken. Vor 31 Jahren hat sie die Containerlogistik im CHEMPARK mitbegründet.
Vom Portalkran 'Wolfgang' aus kann Gudrun Poggendorf das gesamte Containerterminal am Rhein-Kai überblicken. Vor 31 Jahren hat sie die Containerlogistik im CHEMPARK mitbegründet.

 

Gudrun Poggendorf gilt als Mitbegründerin der Containerlogistik im CHEMPARK. Ab 1986 hat sie diese, damals noch für Bayer, mit aufgebaut. Noch heute, 31 Jahre später, sorgt sie als Betriebsleiterin bei Chemion für eine reibungslose Frachtabwicklung.

Der Wind pfeift durch die stählernen Streben, eine frische Brise weht ihr ins Gesicht. Hier oben auf dem Ausleger von Kran "Wolfgang" hat sie eine weite Sicht. In ihrem Rücken das Leverkusener Containerterminal, vor ihr der Rhein, der etwa 30 Meter unter ihr fließt. Bei dieser einmaligen Aussicht gerät Poggendorf ins Schwärmen.

Mit System

Doch für einen längeren Aufenthalt dort oben bleibt der 59-Jährigen meist nicht viel Zeit. Ob Kundentermine oder Projektbesprechungen - ihr Terminkalender ist prall gefüllt. Muss sie doch als Betriebsleiterin der Containerlogistik bei Chemion dafür sorgen, dass der Betrieb auf den Terminals an den CHEMPARK-Standorten reibungslos, sicher und vorschriftsmäßig funktioniert.

Vom Rhein nähern sich bereits die schweren Binnenschiffe, die bis zu 500 Container mit sich führen können. Sie bringen Fracht für den CHEMPARK. Materialien, die die Betriebe für die Herstellung ihrer Produkte benötigen. Etwa sieben Containerschiffe pro Woche fertigt Chemion für den Import und Export ab. Für die Ladung sind entsprechende Stellflächen erforderlich, um die Fracht bis zur weiteren Verwendung sicher zwischenzulagern.

Auf dem Leverkusener Terminal am Rhein-Kai finden etwa 400 Container Platz, dreilagig gestapelt. Schnell wird klar: Hier muss eine Menge Material zügig hin und her gehievt werden. Dabei hilft Kran ‚Wolfgang‘. Das Besondere: Er kann die Container auf Lkws, Züge und Schiffe verladen und macht den Umschlagplatz am Rhein-Kai damit zu einem sogenannten trimodalen Terminal – und damit besonders leistungsfähig.

Dabei geht es ähnlich wie beim Spieleklassiker Tetris zu, mit zwei wesentlichen Unterschieden: "Bei uns fallen die Container natürlich nicht vom Himmel. Jeder einzelne wird durch ein ausgeklügeltes EDV-System genau an den vorgeplanten Platz gestellt. Die Reihen werden auch nicht gelöscht, sobald sie voll sind. Wir lagern die Container so, dass sie für die spätere Verwendung wieder gezielt herausgeholt werden können", erklärt Poggendorf.

Eine Pionierin

All das hat sie selbst mit aufgebaut. Wie es dazu kam, beschreibt sie so: "Man könnte sagen, ich war damals zur richtigen Zeit am richtigen Ort." Damals, das war 1986. Zu der Zeit arbeitete sie noch auf der anderen Rheinseite, im Niehler Hafen. Als Betriebsleiterin der Container-Abteilung einer dort ansässigen Firma. Regelmäßig sandten sie hier bereits mehrmals pro Woche Container auf dem Wasserweg in die Seehäfen von Rotterdam und Antwerpen. Als Poggendorf davon hörte, dass auch Bayer plante, eigene Container für den Export nach Übersee direkt im Leverkusener Werk in Binnenschiffe zu verladen, bewarb sie sich erfolgreich auf die ausgeschriebene Stelle: Ab sofort sollte sie die Container-Logistik für Bayer aufbauen.

Nur gemeinsam

Heute, nach immerhin 31 Jahren, hat sich viel verändert. Die Prozesse sind vielfältiger geworden. Außerdem kommen aufgrund steigender Anforderungen und Umschlagsmengen immer modernere Technologien zum Einsatz. Doch eines ist geblieben: Für Poggendorf ist das Miteinander im Team immer noch einer der entscheidendsten Erfolgsfaktoren: "Ich selbst bin sehr offen und direkt. Und genau das erwarte ich auch von meinen Teamleitern im Umgang mit allen Mitarbeitern. Für uns ist es selbstverständlich, dass wir uns gegenseitig unterstützen. Und wenn etwas mal nicht optimal gelaufen ist, dann holen wir eben gemeinsam ‚den Container aus dem Dreck‘, ohne lange zu lamentieren", so Poggendorf.

 

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