Neuer Rohrleitungstunnel unter dem Rhein

Verbund: Eine Stärke der chemischen Industrie

Durch den Leverkusener Rheindüker laufen zehn Leitungen, die an einer Übergabestation an die CHEMPARK-Netze angeschlossen sind.

Die CHEMPARK-Standorte Dormagen und Leverkusen sind seit Jahrzehnten mit einem Rohrleitungsbündel zum Transport von Rohstoffen miteinander verbunden. Die Verbundstruktur zwischen den Produktionsstandorten gewährleistet die zuverlässige Versorgung der Betriebe im CHEMPARK mit den verschiedenen benötigten Stoffen wie Wasserstoff, Erdgas, Kohlenmonoxid (CO) und Stickstoff. Das Rohrleitungsbündel verläuft linksrheinisch entlang des Rheinufers und enthält insgesamt zehn Leitungen. In Höhe von Köln-Merkenich unterquert das Rohrleitungsbündel in einem sogenannten Düker den Rhein. Dieser Rohrleitungstunnel wird derzeit vom CHEMPARK-Betreiber CURRENTA durch ein neues Tunnelbauwerk ersetzt.

Schematische Darstellung des Tunnelvortriebs für den neuen Düker

Tunnelröhre ist fertiggestellt, Ausbauarbeiten gehen voran

Nach rund vier Wochen Vortriebsarbeiten unter dem Rhein erreichte die Vortriebsmaschine Mitte April plangemäß den Zielschacht im linksrheinischen Uferbereich. Gerät und Belegschaft waren rund um die Uhr im Einsatz - auch an Sonn- und Feiertagen. Nachdem die Vortriebsmaschine aus dem Schacht gehoben und zu ihrem nächsten Einsatz abtransportiert wurde, konnte in der Tunnelröhre der Strom verlegt und die Beleuchtung installiert werden.

Derzeit erfolgen die weiteren Ausbauarbeiten im Tunnel, wie z. B. die Montage der Regalsysteme, die später die Rohrleitungen tragen werden. Auch die Arbeiten an den Zugangsschächten schreiten voran.

Der 470m lange Düker verbindet den CHEMPARK Leverkusen mit dem linken Rheinufer in einer Tiefe von 8 - 12 Metern unterhalb der Rheinsohle.
Blick auf das Regalsystem für die Rohrleitungen im Düker
Rund 16 Meter tief ist der Schacht auf der rechtsrheinischen Seite im CHEMPARK.

Warum ein neuer Düker?

Der Ersatz der Rheinuntertunnelung erfolgt aus zwei Gründen: Zum einem lässt sich der jetzige Düker nicht erweitern. Zum anderen hat das Düker-Bauwerk durch seine Konstruktion Nachteile hinsichtlich der Instandhaltung. Der Ersatzdüker mit einem Außendurchmesser der Betonröhre von drei Metern wird dagegen begehbar und nachrüstbar sein. Nach aktueller Planung soll der neue Tunnel Mitte 2017 in Betrieb gehen.

Zahlen und Fakten

  • Länge Rohrleitungen: 545 Meter
  • Länge Tunnelröhre: 470 Meter
  • Außendurchmesser: 3,0 Meter
  • Innendurchmesser: 2,4 Meter
  • Wanddicke: 30 Zentimeter Stahlbeton
  • Lage: Rheinkilometer 700,4; 9-12 Meter unterhalb der Rheinsohle
  • Sohle Startschacht: 16 Meter tief
  • Sohle Zielschacht: 9 Meter tief
  • Dauer Vortriebszeit: etwa 2 Monate

CO-Versorgung ist Bestandteil der Modernisierung

Für den Betrieb der Rohrleitungsteilstücke, durch die später die verschiedenen Stoffe durch den neuen Düker transportiert werden, müssen separate Genehmigungen beantragt, beziehungsweise Änderungsanzeigen eingereicht werden. Die Genehmigungsunterlagen zur Verlegung des Teilabschnitts der Kohlenmonoxid-Rohrleitung in den neuen Rheindüker hat Covestro (ehemals Bayer MaterialScience) bereits 2015 vollständig eingereicht; die Antragsunterlagen befinden sich derzeit bei der Bezirksregierung Köln und den beteiligten Fachbehörden in der bschließenden Genehmigungsprüfung.

Eine Infobroschüre zum Rheindüker finden Sie hier sowie auch in den CHEMPUNKT-Nachbarschaftsbüros in Leverkusen und Dormagen.


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