Umweltschutz durch Recycling: Im CHEMPARK werden zahlreiche Stoffe wiederverwertet

Rohstoffe im Kreislauf

Wertvolles Edelmetall: Im Wertstoffsammelzentrum des CHEMPARK wird aus Kabelschrott Kupfer gewonnen.
Wertvolles Edelmetall: Im Wertstoffsammelzentrum des CHEMPARK wird aus Kabelschrott Kupfer gewonnen.


Die im CHEMPARK ansässigen Unternehmen sind eng miteinander vernetzt. Auch in Sachen Recycling. Ein ausgeklügeltes System sorgt dafür, dass möglichst viele Stoffe wiederverwertet werden. Das kommt den Unternehmen zugute – und der Umwelt.

Tag und Nacht strömen Stoffe und Energien durch das CHEMPARK-Netzwerk: Ein Produkt oder Nebenprodukt des einen Betriebs ist nicht selten der Ausgangsstoff für einen anderen. Das verkürzt Wege, vermeidet Abfälle und schont Ressourcen.

Recycling mit System

Reines Kupfer am Ende des Kabelrecyclings
Reines Kupfer am Ende des Kabelrecyclings

Auch bei der Wiederverwertung bewährt sich der Verbund. In einer eigenen Anlage werden alte Kabel zu Rohstoff: Jährlich wird aus circa 600 Tonnen Kabelschrott wertvolles Kupfer gewonnen. Auch Edelstahl, Nickel und viele andere Metalle werden in den Wertstoffsammelzentren der CHEMPARK-Standorte sortiert und wieder in den Stoffkreislauf zurückgeführt, ebenso wie circa 1.000 Tonnen Kunststoffabfälle jährlich. Auch Chemikalien werden wiederverwertet: CURRENTA sorgt beispielsweise für die Verwertung von Lösemitteln und Jod aus jodhaltigen Abfällen.

CURRENTA behandelt in Kooperation mit der Accurec-Recycling GmbH Lithiumionenbatterien für das Recycling von Wertmetallen thermisch vor. Die Batterien, die unter anderem in Handys, Laptops oder Elektrofahrrädern zum Einsatz kommen, werden im Drehrohrofen der Rückstandsverbrennungsanlage extremer Hitze ausgesetzt. Diese zerstört gefährliche organische Inhaltsstoffe der Batterien sicher, und der wertvolle Metallanteil wird ohne nennenswerte Verluste für die weitere Verarbeitung wieder ausgetragen. Auch die Verbrennungswärme entweicht nicht einfach in die Umwelt: CURRENTA nutzt die Energie zur Dampferzeugung.

Energie wird zu Dampf

Sonderabfallverbrennungsanlage: Die hier gewonnene Energie wird zur Erzeugung von Dampf genutzt, den die CHEMPARK-Betriebe in ihrer Produktion einsetzen.
Sonderabfallverbrennungsanlage: Die hier gewonnene Energie wird zur Erzeugung von Dampf genutzt, den die CHEMPARK-Betriebe in ihrer Produktion einsetzen.

"Selbst Stoffe, die in anderen Produktionsprozessen nicht mehr genutzt werden können, sind im CHEMPARK nicht wertlos. Sie enthalten immer noch eines – Energie", erklärt Joachim Beyer von CURRENTA Umwelt. "Unsere hochmodernen Sonderabfallverbrennungsanlagen zerstören gefährliche Schadstoffe. Und sie nutzen rund 70 Prozent des Energieinhalts der Abfälle zur Erzeugung von Dampf für die Betriebe im CHEMPARK." Die jährlich gewonnene Energiemenge entspricht dem Jahresbedarf von 40.000 Haushalten. Zum Vergleich: Leverkusen hat knapp 82.000, Uerdingen rund 9.000 und Dormagen weniger als 30.000 Haushalte. Diese Energie muss so nicht durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe erzeugt werden, und das führt zu einer beträchtlichen Einsparung bei den CO2-Emissionen.

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