02. April 2019CHEMPARK Dormagen

"Standortbekenntnis in Stahl und Beton"

CHEMPARK-Beschäftige erwirtschaften 320 Millionen Euro Kaufkraft | Belegschaft wächst auf knapp 9.700 Mitarbeiter

151 Millionen Euro für Neuinvestitionen und Kapazitätserweiterungen, 233 Millionen Euro für Instandhaltungen, 9.688 Mitarbeiter, davon 6.483 in der Stammbelegschaft – das sind die Kennzahlen des Jahres 2018 im CHEMPARK Dormagen. Und damit ist dessen Leiter Lars Friedrich zufrieden: "Wir sehen hier einen soliden Standort, der wächst. Jeder investierte Euro ist ein Standortbekenntnis in Stahl und Beton." Dabei gab es im vergangenen Jahr nicht das eine herausragende Großprojekt. Die Investitionen verteilen sich breit auf viele Betriebe im Dormagener Werk am Rhein, was wiederum ein Zeichen für den gut ineinandergreifenden Verbund am Standort ist: Der Reststoff des einen Unternehmens ist der Ausgangsstoff des anderen Unternehmens.

"Die beständige Entwicklung des CHEMPARK zeigt sich vor allem nach dem Abschluss einiger Investitionen der vergangenen Jahre", erklärte Friedrich beim Jahresmediengespräch am Dienstag, 2. April 2019. Die Neuinvestitionen 2018 liegen mit 151 Millionen Euro unter den 185 Millionen Euro des Vorjahres und erwartungsgemäß unter dem Rekord von 268 Millionen Euro 2014, als beispielsweise die TDI-Anlage von Covestro und der Steam Reformer von Air Liquide errichtet wurden. Die Gesamtzahl der im Werk Beschäftigten hat sich mit knapp 9.700 weiter erhöht – eben wie die Zahl der fest Beschäftigten bei den CHEMPARK-Unternehmen mit rund 6.500. "Jetzt fahren die Unternehmen die Ernte der Großinvestitionen ein, die Anlagen verdienen ihr Geld, die Belegschaft ist konstant – der CHEMPARK arbeitet gesund und solide", so Friedrich.

Was hast Du davon?
Mit 6.483 Mitarbeitern (2017: 6.334) der CHEMPARK-Unternehmen sowie 3.205 Fremdfirmenmitarbeitern (2017: 3.031) bleibt das Dormagener Werk am Rhein 2018 einer der größten Arbeitgeber in der Region. Mit 523 Auszubildenden (2016: 528) ist es auch der größte Ausbildungsbetrieb im Rhein-Kreis Neuss. Davon profitiert nicht nur Dormagen, sondern die ganze Region – das ermittelte Jahres-Nettoeinkommen aller Beschäftigten entspricht einer Kaufkraft von rund 320 Millionen Euro.

NRW-Landesregierung setzt positive industriepolitische Signale
Der CHEMPARK-Leiter machte jedoch klar, dass langfristig angelegte Investitionen im Dormagener Werk wie auch an den anderen beiden Niederrheinstandorten keine Selbstläufer sind. Die industriepolitischen Initiativen der schwarz-gelben Landesregierung zeigen aber schon sehr konkrete Erfolge: So konnte in einem Pilotprojekt von Lanxess im Zusammenspiel mit NRW-Wirtschaftsministerium und Bezirksregierung Köln der Prozess von der Investitionsentscheidung bis zur Erteilung der Genehmigung deutlich verkürzt werden. Was bislang rund 20 Monate dauerte, klappte jetzt für eine Produktionsanlage im Leverkusener Werk in 12 Monaten – allein durch Digitalisierung, Parallelisierung und Straffung der Verfahrensabläufe in der Behörde. "Jetzt wünschen wir uns natürlich, dass aus diesem erfolgreichen Beispiel ein grundsätzlich gültiger Verfahrensstandard wird, damit Investitionen in Innovation fortan schneller umgesetzt werden können", erklärte Friedrich.

Zur Verbesserung des Investitionsklimas holte der CHEMPARK-Leiter noch weiter aus: Ausgaben für Forschung und Wagniskapital sollten steuerlich gefördert und Schutzrechte für Innovationen weiter gestärkt werden – unabhängig von der Größe des Unternehmens. Die Hightech-Strategie der Bundesregierung muss konsequent fortgesetzt und die naturwissenschaftliche Bildung – auch im Rahmen der Hochschulfinanzierung – ausgebaut werden. Außerdem warb Friedrich bei neuen Regelungen für einen "Innovations-Check" zur Abschätzung von Gesetzesfolgen – auf Landes- wie auf Bundesebene.

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