19. Juli 2019Chempark Dormagen

Nähe und Nachhaltigkeit

Chempunkt mit Dame: NRW-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser (l.) besucht das Dormagener Nachbarschaftsbüro und Bayer-Vorstand Dr. Hartmut Klusik (r.),  -Standortleiter Dr. Norbert Lui (3.v.l.) und -Betriebsratschef André van Broich (2.v.l.).
Chempunkt mit Dame: NRW-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser (l.) besucht das Dormagener Nachbarschaftsbüro und Bayer-Vorstand Dr. Hartmut Klusik (r.), -Standortleiter Dr. Norbert Lui (3.v.l.) und -Betriebsratschef André van Broich (2.v.l.).

Wenn im Rheinland etwas zum zweiten Mal passiert, dann ist es bekanntlich schon Tradition. Und so pflegte Chempark-Betreiber Currenta am Donnerstag, 18. Juli 2019, das traditionell gute Verhältnis zu Ursula Heinen-Esser. Bereits im April hatte die NRW-Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz das Dormagener Werk am Rhein und dort die Kläranlage besucht. Jetzt startete sie ihre Visite im Nachbarschaftsbüro und ließ sich dort vom Chempunkt-Team rund um Jobst Wierich die vielfältigen Ansätze zu gesellschaftlichem Engagement und nachbarschaftlichem Dialog erklären.

„Die Nähe macht vieles leichter“, weiß der Leiter des örtlichen Politik- und Bürgerdialogs. „Kurze Wege zu Politik und Verwaltung. Kurze Wege für die angehenden Azubis, die hier im Nachbarschaftsbüro ihre Bewerbungsgespräche führen. Kurze Wege für die Nachbarn – egal, ob sie Fragen oder Kritik mitbringen. Hier bekommt der Chempark ein Gesicht und ist niedrigschwellig ansprechbar“, so Wierich über das Chempunkt-Konzept. Und das fand nicht nur die Zustimmung der Ministerin, sondern auch die von Bayer-Vorstand Dr. Hartmut Klusik, der zum ersten Mal das Büro in der Dormagener Innenstadt besuchte.

Gemeinsam mit dem Bayer-Standortleiter Dr. Norbert Lui führte Klusik den Politikbesuch anschließend ins Werk und durch den CI-Betrieb und informierte über die Herstellung von Pflanzenschutzmitteln und die Frage, wie es in diesem Prozess mit der Nachhaltigkeit aussieht. Daher standen nicht nur die Gespräche mit Fachleuten, sondern vor allem genaue Einblicke in die Produktionsstätten und
-schritte im Fokus der Ministerin. „Der Standort Nordrhein-Westfalen muss für hochwertige Produkte und nachhaltige Produktion stehen. Nur so können wir die globale Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen sichern und die wertvollen natürlichen Ressourcen schützen“, betonte Heinen-Esser. Nordrhein-Westfalen ist das erste Bundesland, das eine Nachhaltigkeitsstrategie unter Berücksichtigung der globalen Nachhaltigkeitsziele verabschiedet hat.

„Nicht nur die aktuelle Diskussion um den Klimawandel zeigt, wie wichtig es ist, die Entwicklung von Anlagen und Prozessen im Sinne einer optimierten Umweltverträglichkeit voranzutreiben“, sagte Klusik, im Vorstand der Bayer AG zuständig für Personal, Technologie und Nachhaltigkeit. Er verwies dabei auch darauf, dass Bayer die Umweltbilanz seiner landwirtschaftlichen Produkte deutlich verbessern und bis 2030 die Auswirkungen auf die Umwelt um 30 Prozent verringern will. Dafür will das Unternehmen neue Technologien entwickeln, die Menge an Pflanzenschutzmitteln reduzieren und präzisere Anwendungen ermöglichen. Das wird dabei helfen, biologische Vielfalt zu erhalten, den Klimawandel zu bekämpfen und natürliche Ressourcen so effizient wie möglich zu nutzen.

„In Dormagen arbeiten rund 1.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unter anderem an der Verbesserung der Prozesse“, unterstrich Bayer-Standortleiter Lui. Ein Beispiel für Erfolge in diesem Bereich aus jüngster Vergangenheit hatte er auch gleich parat: Der Landesverband Nordrhein-Westfalen im Verband der Chemischen Industrie (VCI NRW) zeichnete in diesem Jahr im Rahmen des Responsible-Care-Wettbewerbs zum Thema „Gute Ideen zur Nachhaltigkeit in der Lieferkette“ ein Team aus Dormagen aus. Es erhielt den zweiten Preis mit dem Projekt „Wiedergewinnung von Salzsäure in der Prothioconazolsynthese“. Mit der Umsetzung der Vorschläge aus dem Projekt wurde – bisher nicht verarbeitete – Salzsäure wieder in Produktionsprozesse eingeschleust und weiterverwertet.


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