23. Juli 2019Responsible Care mit neuem Themenschwerpunkt

Kopf hoch!

Seit 2007 gibt es einheitliche RC-Aktionen zu ausgewählten Schwerpunktthemen an allen drei CHEMPARK-Standorten – zum Beispiel "FAIRkehr im CHEMPARK", das zu gegenseitiger Rücksichtnahme im Straßenverkehr aufruft. Der Schwerpunkt für 2019 und 2020 dreht sich um den Umgang mit Smartphones im Verkehr. Plakataktionen und eine neue Internetseite bieten im Bereich "News" aktuelle Informationen.

Zuerst richten wir unseren Blick dabei auf die schwächsten Nutzer der Straße: Fußgänger. Denn auch für Fußgänger gilt: Weg vom Handy im Straßenverkehr! Sonst endet man viel zu häufig erst als "Smombie" – und schließlich im Krankenhaus.

"Smombies" – schon einmal gehört? Der Begriff war 2015 Jugendwort des Jahres in Deutschland. Er setzt sich zusammen aus "Smartphone" und „Zombies“ und bezeichnet Menschen, die im öffentlichen Raum auf ihre Handys blicken und dabei ihre Umgebung vergessen. Während das Wort Smombies sich in unserer Alltagssprache bislang kaum durchgesetzt hat, so vermehrt sich die Spezies im Straßenbild rasant – und mit allen Gefahren, die damit zusammenhängen.

Das Internet ist bereits voll mit lustigen oder ironischen aber auch warnenden bis zu dramatischen Videos über Smombies. Da rennt ein Mann blindlings gegen ein Auto, da stolpert ein Kind über den Bürgersteig. Oder eine junge Frau entgeht nur knapp einem Zusammenprall mit einem Lkw. Leider enden solche Szenen nicht immer so glimpflich. Häufig sind schwere Verletzungen oder gar tödliche Unfälle die Folge – erst recht, wenn Smombies zusätzlich Kopfhörer tragen, die sie von der Außenwelt völlig abkapseln. Auch auf dem Gelände des CHEMPARK begegnet man ihnen gelegentlich.

Zahlen und Fakten
Eine exakte Statistik, die den Zusammenhang zwischen Unfällen mit Fußgängern und deren Smartphone-Nutzung ausweist, gibt es zwar (noch) nicht, aber einige Daten geben Hinweise: Laut der aktuellen Verkehrsstatistik der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind 23 Prozent aller Verkehrstoten weltweit Fußgänger. In Europa sieht es ähnlich aus: 2017 waren 21 Prozent der im Straßenverkehr tödlich Verunglückten zu Fuß unterwegs. Und nach Angaben des Statistischen Bundesamts wird jeder zehnte Todesfall auf deutschen Straßen durch falsches Verhalten von Fußgängern verursacht. So gab es im Jahr 2016 in Deutschland allein 40 Tote durch Stadtbahnen. Der Verdacht liegt nahe, dass ein großer Teil davon Handynutzer waren. Dazu passen wiederum Zahlen der Dekra-Unfallforschung, die besagen, dass jeder sechste Fußgänger beim Überqueren einer Kreuzung von seinem Smartphone abgelenkt ist.

Kampagnen und Warnungen
Auch die aktuelle Verkehrssicherheitskampagne "Runter vom Gas" des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur und des Deutschen Verkehrssicherheitsrats weist auf die Gefahren für Fußgänger und Smombies hin und möchte sensibilisieren: "Viele Fußgänger in Deutschland sind sich der Gefahr, der sie sich mit dem Smartphone im Straßenverkehr aussetzen, nicht bewusst. Mehr als die Hälfte von ihnen hält Ablenkung durch Mobiltelefone für gänzlich ungefährlich", heißt es auf der Aktionsseite www.runtervomgas.de nach einer eigenen Studie.

Neben solchen Kampagnen versuchen viele Länder und Kommunen den Gefahren mit verschiedenen Maßnahmen entgegenzuwirken. In Köln wurde beispielsweise mit Ampeln im Boden experimentiert. In China, Belgien oder den USA sollen gesonderte "Smombi"“-Gehwege die Menschen schützen. Es gibt auch technische Lösungen wie Apps, die akustisch warnen oder das Handy gleich ausstellen, sobald man sich bewegt, oder Busse, bei denen Durchsagen vor dem Abbiegen ertönen. Der beste Schutz ist natürlich, sich im Straßenverkehr nicht vom Smartphone ablenken zu lassen.

Die weltweite Initiative Responsible Care (RC) der chemischen Industrie steht für die ständige Verbesserung von Gesundheitsschutz, Umweltschutz, Sicherheit und Security in den Unternehmen. Im Sinne von Responsible Care bitten wir daher alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im CHEMPARK, bei ihren Wegen über das Gelände, das Smartphone in der Tasche zu lassen oder für die mobile Kommunikation ganz immobil stehenzubleiben oder sich hinzusetzen.


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