Durch die Brille trainiert

Virtual Reality verspricht großen Lernerfolg

Sebastian Seidel vom Start-up twinC präsentiert beim ChemLab den digitalen Zwilling einer Industrieanlage in der Simulation.
Sebastian Seidel vom Start-up twinC präsentiert beim ChemLab den digitalen Zwilling einer Industrieanlage in der Simulation.

ChemLab, das Digitalisierungsprojekt im Dormagener CHEMPARK, schaltet auch bei Ausbildung und Trainings bald auf 4.0: Das Lernen mit der Virtual Reality-Brille.

Virtual Reality – schon seit einiger Zeit wird sie überzeugend im Produktmarketing genutzt, etwa für Autos. Aber auch im Trainings- und Ausbildungsbereich nimmt der Einsatz der digitalen Brille Fahrt auf. Der Ansatzpunkt: Menschen sollen durch das Räumliche und Spielerische besser und motivierter lernen. Ob das klappen kann?

"Wir setzen darauf, dass Virtual Reality vor allem dazu beiträgt, dass sich Auszubildende und Teilnehmende von Schulungen die Trainingsabläufe und Prozesse besser einprägen können", erklärt ChemLab Community Manager Guido Doublet. "Mit Virtual Reality tauchen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ja nicht in eine andere Welt ein, sondern sie simulieren den Arbeitseinsatz im realen Umfeld."

Auftritt der Start-ups

Die Zukunftstechnologie auch in den chemischen Betrieben in Dormagen an den Start zu bringen, daran arbeitet ChemLab aktuell: Anfang November lud das Innovationsnetzwerk vier Start-up-Unternehmen ein, um ihre Lösungen rund um virtuelle Trainings vorzustellen. Was dabei nicht fehlen durfte? Ein Test-Durchlauf mit den VR-Brillen, der auch Skeptiker vom Einsatzpotenzial des neuen Trainingswerkzeugs überzeugen sollte. "Bei jungen Mitarbeitern wird die Hemmschwelle sicher gering sein", so der Community Manager. "Aber natürlich müssen wir alle im Betrieb mitnehmen." Glaubt man den Start-ups, findet sich das von selbst, denn der schnelle Lernerfolg ist nicht nur durch die Wiederholbarkeit des Trainings gegeben. Virtuelle Schulungen sind auch ortsunabhängig durchführbar und können – ähnlich wie bei einem Multiplayer-Spiel – von mehreren Personen gemeinsam durchlaufen werden.

Ein Plus für die Sicherheit

Und wo bleibt der Mensch? "Genau den haben wir mit der Virtual Reality im Blick", so Ulrich Bornewasser, der als CHEMPARK- Lotse den Startups den Weg in den CHEMPARK ebnet. "Durch ein VR- Training wird das Erlernte viel fassbarer und geht schneller in Fleisch und Blut über. Vor allem für sicherheitsrelevante Prozesse ist das ein großes Plus."

Wie bitte? Virtual Reality?

... kurz VR, ist die Darstellung und Wahrnehmung der Wirklichkeit in einer computergenerierten, interaktiven Umgebung. Gängiges Werkzeug für den Nutzer ist die Virtual-Reality-Brille, die den Träger in eine dreidimensionale Welt versetzt. Interaktiv wird VR, wenn der Nutzer durch ein Steuerelement eingreift. Ein bekanntes Einsatzgebiet der VR ist der Flugsimulator für Piloten.

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