Keimzelle für technischen Fortschritt

Covestro feiert 50 Jahre Soletechnikum

Ein Versuchsaufbau im Soletechnikum Leverkusen. Die Mitarbeiter Melek Avci und Joachim Kluth werten die Ergebnisse am Rechner aus.
Ein Versuchsaufbau im Soletechnikum Leverkusen. Die Mitarbeiter Melek Avci und Joachim Kluth werten die Ergebnisse am Rechner aus.

Im CHEMPARK Leverkusen wird in diesem Jahr ein ganz besonderer Geburtstag gefeiert. Das Soletechnikum von Covestro wird 50 Jahre alt. Ein halbes Jahrhundert für Umweltschutz, Energieeffizienz und technischen Fortschritt.

Vor 50 Jahren fing alles an – das Soletechnikum, ein Versuchslabor in der Leverkusener Chlor-Fabrik, nahm seinen Betrieb auf. Die Mission seit jeher: eine sichere, umweltgerechtere und effizientere Chlor-Produktion. Ein Vorhaben mit großer Bedeutung. Immerhin ist Chlor eine der wichtigsten Basischemikalien – und damit sehr gefragt. Auch wenn viele Chlor nur aus dem Schwimmbad kennen, muss man wissen: Rund zwei Drittel aller chemischen Produkte benötigen das Element für ihre Herstellung.

Intelligente Technologien

Die Chlor-Synthese hat für Covestro daher eine ganz besondere Bedeutung und wurde systematisch erschlossen – durch intelligente Verfahren und Technologien.

Das weiß Dr. Hanno Brümmer, Leiter Produktion und Technik der Business Unit Polyurethanes, zu schätzen: "Für Ihr jahrelanges Engagement danke ich Ihnen sehr. Durch Ihr Fachwissen und Ihren Mut für Experimente konnten wir einige innovative Verfahren etablieren", betonte er gegenüber den rund 70 Beschäftigten und Ehemaligen auf der Jubiläumsfeier.

Energie sparen

Ein wichtiger Meilenstein der vergangenen Jahre war die Geburtsstunde der sogenannten SVK-Technologie. Sie basiert auf dem gängigen Membranverfahren: Dabei werden aus Steinsalz, Wasser und elektrischer Energie Chlor, Natronlauge und Wasserstoff mithilfe zweier Elektroden gebildet. Der entscheidende Unterschied bei der SVK-Technik: Die übliche wasserstofferzeugende Elektrode wird durch eine Sauerstoffverzehrkathode (SVK) ersetzt. Versorgt man sie mit Sauerstoff, verhindert sie die Bildung von Wasserstoff. Es entstehen also lediglich Chlor und Natronlauge. Das Verfahren benötigt dadurch eine geringere elektrische Spannung – und verbraucht rund 30 Prozent weniger Strom. Angewendet auf die gesamte Chlorproduktion in Deutschland könnte mit der eingesparten Energie eine Großstadt wie Köln versorgt werden.

Ideenschmiede

In den Köpfen seiner Mitarbeiter schlummern noch weitere solcher bahnbrechenden Ideen, da ist sich Brümmer sicher: "Das Soletechnikum ist die Keimzelle für zukünftige Weiterentwicklungen, die uns entscheidend voranbringen werden." Derzeit wird zum Beispiel an einem Verfahren zum Recycling von Natriumchlorid gearbeitet.

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