Clever sparen für die Umwelt

Bayer reduziert seinen CO2-Fußabdruck in Dormagen

Dr. Frank Weyrich hat eine besondere Mission: Er möchte den CO2-Fußabdruck von Bayer kontinuierlich reduzieren. Dafür setzt er sich mit seinen Kollegen am Standort Dormagen ein.
Dr. Frank Weyrich hat eine besondere Mission: Er möchte den CO2-Fußabdruck von Bayer kontinuierlich reduzieren. Dafür setzt er sich mit seinen Kollegen am Standort Dormagen ein.

Beim Energiesparen geht der CHEMPARK mit gutem Beispiel voran: Mit innovativen Technologien und effizienten Verfahren konnte in den vergangenen Jahren viel erreicht werden. Auch Bayer leistet dazu am Standort einen wichtigen Beitrag. Unter der Leitung von Dr. Frank Weyrich wurden bereits einige vielversprechende Ansätze entwickelt, die den CO2-Fußabdruck des Unternehmens kontinuierlich reduzieren.

Der Plenarsaal im Düsseldorfer Landtag ist an diesem Abend gut besucht. Zahlreiche Gäste aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft sind erschienen. Die Stars der Veranstaltung: drei Projekt-Teams, die sich um die Nachhaltigkeit in der chemischen Industrie verdient gemacht haben. Dafür werden sie nun vom Verband der Chemischen Industrie, kurz VCI, ausgezeichnet. Unter den Gewinnern ist auch ein Bayer-Team aus Dormagen: Stolz halten die Gewinner ihre Urkunde in den Händen. Immerhin lässt sich mit ihrem Ansatz die Salzfracht zur Kläranlage jedes Jahr um 2.000 Tonnen reduzieren. Das ist eine ganze Schiffsladung voll. Ein großer Erfolg für Dr. Frank Weyrich und seine Kollegen.

Reduzieren und recyceln

Weyrich arbeitet seit zwei Jahren für die Bayer-Division Crop Science in Dormagen und seit 22 Jahren bei Bayer. Als Head of Site Technical Management sorgt er dafür, dass die technischen Prozesse im Betrieb reibungslos und möglichst effizient ablaufen. Nachhaltigkeit spielt dabei eine wichtige Rolle. "Unser Ziel ist es, so wenig Energie und Rohstoffe wie möglich zu verbrauchen. Daher suchen wir immer wieder nach neuen Wegen, um Abfallströme zu recyceln", so Weyrich.

Diesem Ansatz folgt auch das prämierte Projekt. "Uns ist es gelungen, Salzsäure, die in einem unserer Produktionsprozesse anfällt, so aufzubereiten, dass sie in einem anderen Betrieb wiederverwendet werden kann", erklärt er. "Dadurch sparen wir Einsatzstoffe und senken den CO2-Ausstoß."

Systematisch vorgehen

Bayer ist für sein Energie- und Umweltmanagement zertifiziert.
Bayer ist für sein Energie- und Umweltmanagement zertifiziert.

Solche neuen Ansätze entstehen keinesfalls zufällig. Dahinter steckt ein gut organisiertes Energiemanagement. "Wir suchen systematisch nach Wegen, um unsere Abläufe in der Produktion zu optimieren und unseren CO2-Fußabdruck kontinuierlich zu verringern", erklärt Weyrich. "Aus diesem Grund haben wir zum Beispiel die betrieblichen Energieteams ins Leben gerufen." Diese schauen sich die Prozesse in den Betrieben ganz genau an und entwickeln auf dieser Basis geeignete Effizienzmaßnahmen.

Beruflich und privat

Der Einsatz lohnt sich: Bayer ist bereits seit sechs Jahren für sein Energie- und Umweltmanagement zertifiziert. "Und das wollen wir kontinuierlich weiterentwickeln", erklärt Weyrich. Daher stehen bereits neue Projekte in den Startlöchern. "Derzeit investieren wir 53 Millionen Euro in zwei große Umweltschutzmaßnahmen am Standort. Eine super Sache!", findet der Ingenieur. Ein verantwortungsvoller Umgang mit der Umwelt ist ihm persönlich nämlich sehr wichtig. "Ich bin Familienvater und sorge mich natürlich auch um die Zukunft meiner Kinder. Deshalb bedeutet es mir viel, dass ich mich beruflich für mehr Nachhaltigkeit stark machen kann."

Auch zu Hause hat der 53-Jährige den eigenen Energieverbrauch stets im Blick: "Erst vor kurzem habe ich all unsere Halogen-Lampen durch LEDs ersetzt", so Weyrich. "Das mag zwar erst mal läppisch klingen. Aber im Laufe der Zeit kommt da ganz schön was zusammen", erklärt er. "Immerhin ist der Energieverbrauch von LED-Lampen etwa zehn Mal geringer als der von Halogenlampen." Für Weyrich steht daher fest: "Es müssen nicht immer die ganz großen Projekte sein. Meist lässt sich auch schon mit vielen kleinen Maßnahmen einiges bewegen."

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