RC-Aktionen

RC-Aktion - Stress lass nach!

Stress lass nach!

Welche Gefahr von der Ablenkung durch Smartphones ausgeht, wird dort besonders deutlich, wo es um Leben und Tod geht. Doch auch an einem vermeintlich sicheren Arbeitsplatz gefährden Handys unsere Gesundheit: Denn sie verursachen enormen Stress.

Auf dem CHEMPARK-Gelände gibt es zahlreiche Arbeitsplätze, die volle Aufmerksamkeit erfordern – sei es das Führen von Fahrzeugen, Bedienen von Maschinen oder Warten von Anlagen. Bei solchen Aufgaben ist es offensichtlich, dass ein Griff zum Handy im falschen Moment fatale Folgen haben kann. Wesentlich weniger deutlich wird eine Gefahr, der vor allem Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an einem Bildschirm-Arbeitsplatz ausgeliefert sind. Es geht um den latenten Stress, den die dauernde Ablenkung durch Messages, Tweets und Push-Nachrichten verursacht.

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Was passiert im Gehirn?

Wissenschaftler der Universität Bonn haben festgestellt, dass der Durchschnittsnutzer 53-mal am Tag sein Handy aktiviert und dafür im Schnitt alle 18 Minuten seine Tätigkeit unterbricht. Für Unternehmen kann das weitreichende Folgen haben: Die Produktivität sinkt, die Burnout-Gefahr steigt, manches Nutzungsverhalten grenzt sogar an Abhängigkeit, stellt das Bonner Team aus Psychologen und Informatikern fest. In den USA machte der Psychologe Adrian F. Ward bei zwei Versuchen, die er 2017 mit Kollegen präsentierte, spannende Entdeckungen: Allein die Nähe des eigenen Smartphones reicht demnach aus, dass Menschen bei Testfragen schlechter abschneiden. Liegt das Gerät in einem anderen Raum, denken Probanden mehr nach und antworten korrekter. Ward schlussfolgert, dass ein in der Nähe befindliches Handy uns so in Beschlag nimmt, dass Ressourcen im Gehirn besetzt werden.

Was lernen wir daraus?

Natürlich wollen wir alle gut informiert sein. Mehr noch: Wir wollen als erstes informiert sein, noch bevor es die anderen sind und so das Belohnungszentrum unseres Gehirns aktivieren. Deshalb checken wir so häufig unser Smartphone. Es ist das Tor zu unserer eigenen und zur Außenwelt. Nur uns entgeht dabei: Wie viel Wirkung das Smartphone auf uns hat, wie viel Stress es verursacht und wie sehr unsere Performance sinkt. Denn wer Aufgaben gleichzeitig statt nacheinander erledigt, kann laut den Forschern der Uni Bonn nur noch 20 bis 40 Prozent seiner Gehirnleistung abrufen.

Also öfter das Handy aus-, auf Flugmodus oder zumindest lautlos schalten, wenn man konzentriert arbeiten muss. Außerdem das Gerät aus dem Sichtfeld legen, am besten in die Tasche oder eine Schreibtischschublade, damit der Griff zum Suchtobjekt nicht so leichtfällt. Wer seinen Smartphone-Konsum noch genauer kontrollieren will, dem helfen – paradoxerweise – eine Reihe von Apps, die das Nutzerverhalten dokumentieren. Die App „Menthal“ zeichnet zum Beispiel auf, welche Anwendung wann und wie lange verwendet wurde. Mit „Freedom“ oder „Focus“ lässt sich wiederum der Zugang zu ausgesuchten Apps und Webseiten für einen bestimmten Zeitraum blockieren. So bleibt die Aufmerksamkeit dort, wo sie aktuell hingehört.

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