14. Mai 2020Chempark-Leiter Lars Friedrich verkündete die Wirtschaftskennzahlen 2019

Chempark 2019 weiter auf hohem Niveau

Videobotschaft statt Präsenzveranstaltung: Aufgrund der Corona-Pandemie fand das Jahresmediengespräch in diesem Jahr virtuell statt.
Videobotschaft statt Präsenzveranstaltung: Aufgrund der Corona-Pandemie fand das Jahresmediengespräch in diesem Jahr virtuell statt.

Dieses Mal in einem durch die Corona-Pandemie veränderten Format: Videostatement statt Präsenztermin. Dabei konnte Friedrich positive Nachrichten präsentieren: Die Rekordzahlen von 2018 wurden 2019 gehalten und in Teilen sogar übertroffen: Rund 1,6 Milliarden Euro Investitionen an den drei Standorten, 50.000 Beschäftigte, davon rund 2260 Azubis – so viele, wie noch nie – und eine Kaufkraft von ebenfalls rund 1,6 Milliarden Euro.

Corona-Krise: "Gerade jetzt muss die Chemie produzieren"

Auch auf die aktuelle Corona-Pandemie und deren Bedeutung für die Industrie und damit auch für die im Chempark produzierenden Unternehmen ging Friedrich ein: "Gerade jetzt muss die Chemie produzieren können." Dafür gibt es aus seiner Sicht mehrere Gründe. "In der Corona-Krise fällt der chemischen Produktion eine wichtige Rolle zu. Medizin, Gesundheit, Hygiene, Ernährung und vieles mehr: Die Unternehmen an unseren Chempark-Standorten stellen Produkte, die für die Menschen und die Gesellschaft besonders jetzt von hoher Bedeutung sind."

Dabei ist für Friedrich, der in seiner Funktion auch für die Sicherheit zuständig ist, eine Sache besonders wichtig: "Die wichtigsten Faktoren sind und bleiben die Menschen, die in unseren Werken arbeiten, die Anlagen bedienen oder für Sicherheit sorgen. Der Schutz unserer Kolleginnen und Kollegen steht daher für uns und die Unternehmen im Chempark immer an oberster Stelle – das gilt jetzt natürlich in besonderem Maße." Dafür wurde ein Schutzkonzept ausgearbeitet. Gleichzeitig engagiert sich die Gemeinschaft der Chempark-Unternehmen auf vielfältige Weise in der Stadt und Region an den Standorten.

Politische Entwicklungen

Friedrich ging auch auf politische Entwicklungen ein und wies unter anderem auf die massive Relevanz des zum Jahresende 2019 in Brüssel vorgelegten Planes für die Neugestaltung der Energie- und Klimapolitik. Gleichermaßen sind innereuropäische Wettbewerbsverzerrungen zu Lasten der deutschen Standorte als Folge der in Berlin verabschiedeten Einführung einer zusätzlichen nationalen CO2-Bepreisung zu vermeiden. Friedrich unterstrich außerdem noch einmal, dass die Empfehlungen des Abschlussberichtes der Kommission für Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung ('Kohle-Kommission'), die auch das Land NRW maßgeblich mitgestaltet hat, viel Positives beinhalten.

Die Dauer von Planungs- und Genehmigungsverfahren ist mittlerweile zu einem zentralen Kriterium für Standort- und Investitionsentscheidungen geworden. "Als Betreiber des Chempark begrüßen wir die Entfesselungsinitiative der Landesregierung und ihre Bemühungen zur Beschleunigung von Verwaltungsverfahren. Besonders wichtig ist für uns die Digitalisierung auf kommunaler Ebene", sagt Friedrich. "Es muss ausgeschlossen werden, dass Bauprojekte im Chempark an zu langwierigen und komplexen Genehmigungsverfahren scheitern", betont Friedrich. Auch müssen Anreize zu Erweiterungen und Neuansiedlungen für die Unternehmen im Chempark geschaffen werden, um weiterhin ein attraktiver Chemiestandort zu sein. "Hierfür braucht es eine aktive Standortpolitik und ein klares Bekenntnis zur Industrie", fordert Friedrich.

Zuletzt machte Friedrich noch auf die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf das industriestarke NRW aufmerksam, die bereits jetzt deutlich zu sehen sind. Es müssen Wege gefunden werden, die unkompliziert, schnell und unbürokratisch wirken. Eine Senkung der Steuerlast könnte ein Mittel sein, um die Wirtschaft zu beleben und zu stärken. "Wichtig ist uns aber, dass dies nicht einseitig zu Lasten der Kommunen erfolgt", erklärt Friedrich. "Denn auch die Städte und Kreise haben nicht unerhebliche, zusätzliche Lasten aufgrund der Pandemie zu tragen."

Die kompletten standortspezifischen Meldungen und die dazugehörigen Videos finden Sie hier:

 

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