04. September 2019Chempark Dormagen

Montag zum Lieblingstag machen

Den Sinn der Arbeit entschlüsseln? Das wollen die „Monday.Rocks“-Entwickler Luisa Bunzel und Tobias Liedtke.
Den Sinn der Arbeit entschlüsseln? Das wollen die „Monday.Rocks“-Entwickler Luisa Bunzel und Tobias Liedtke.

„Hurra! Endlich wieder Montag! Endlich wieder zurück zur Arbeit!“ Das denken sicherlich die Wenigsten. Warum eigentlich, fragten sich Luisa Bunzel und ihre Mitstreiter und gingen dem Sinn und dem Unsinn von Zusammenarbeit nach.

„Sind Sie eher der Querdenker? Oder der Entdecker? Der Umsetzer? Der Verkäufer? Oder der Coach?“, fragt Luisa Bunzel die rund 40 Zuhörer im Nachbarschaftsbüro Chempunkt. Ihr Publikum, das sind Digitalisierungs-Spezialisten und -Interessierte aus dem Chempark und der Umgebung: IT-Fachleute, Manager, Betriebsleiter, Unternehmer und Freiberufler, die den technologischen Fortschritt verfolgen, Problemstellungen aus ihrem beruflichen Alltag identifizieren und neugierig prüfen, welche digitale Lösung ihre Arbeit erleichtern und verbessern könnte. Viermal im Jahr trifft sich diese „Digital Community“ im Chempunkt in der Dormagener Innenstadt – die direkte Nachbarschaft zum Digitalisierungsprojekt ChemLab ist dabei kein Zufall.

Die Lösung, die Bunzel präsentiert, dreht sich um „purpose driven teams“. Sie und ihre Mitgründer haben untersucht, was einem Menschen bei der Arbeit wichtig ist, was er gerne tut und was ihn antreibt. Diese Faktoren sind die nachhaltige Basis für eine stabile Verortung in der jeweiligen Organisation, individuelle Wertschätzung, gegenseitiges Verständnis und sinnbasierte Arbeitsgestaltung.

Die App „Monday.Rocks“ macht diese Faktoren greifbar und nutzbar. Über einen psychologisch fundierten Fragebogen kann jedes Teammitglied seine eigene Werte- und Sinnstruktur ermitteln und so herausfinden, welche Rolle am besten zu ihr oder ihm passt – zum Beispiel eben Querdenker oder Verkäufer. Wer in Gruppen zusammenarbeitet, kann so entscheiden: Auf welchen Teampositionen erfährt jeder Einzelne den höchsten Sinn? Wie verändert sich die Positionierung bei Veränderungen im Team? Wen sollten wir für welche Herausforderungen am besten einbeziehen? Das Ergebnis sind produktivere Teams, in denen es reibungsloser läuft, vor allem aber Menschen, die sich noch mehr mit ihrem Job und ihrer Organisation identifizieren können. So kann dann sogar der Montag rocken.

„Wir entschlüsseln den Sinn der Arbeit“, fasst „Monday.Rocks“-Entwicklerin Bunzel die Funktion ihrer App zusammen. „Denn Motivation brauchen wir nur da, wo der Sinn verloren gegangen ist.“

In der „Digital Community“ kommen Chemieunternehmen, IT-Mittelstand und Tech-Startups zusammen. Der Chempark mit Nachbarschaftsbüroleiter Jobst Wierich (r.) bietet die Bühne, das ChemLab mit Community-Manager Guido Doublet (M.) sorgt für den fachlichen Input.
In der „Digital Community“ kommen Chemieunternehmen, IT-Mittelstand und Tech-Startups zusammen. Der Chempark mit Nachbarschaftsbüroleiter Jobst Wierich (r.) bietet die Bühne, das ChemLab mit Community-Manager Guido Doublet (M.) sorgt für den fachlichen Input.

Was ist das ChemLab?
Das ChemLab – beheimatet Unter den Hecken 58 – soll digitale Prozesse und Innovationen fördern, neue Geschäftsmodelle in der Chemie entwickeln und junge Unternehmen unterstützen. Zwei Jahre lang läuft das Projekt und wird im Rahmen des Programms #DWNRW vom Landeswirtschaftsministerium gefördert. Seit Sommer 2018 arbeitet das ChemLab-Projektteam zusammen: Zuvorderst der vom Rhein-Kreis-Neuss eingestellte Community-Manager Guido Doublet, der die Vernetzung zwischen Chemieunternehmen, IT-Mittelstand und Tech-Startups koordiniert, und der sogenannte Chempark-Lotse Dr. Ulrich Bornewasser als Schnittstelle in die drei Standorte Leverkusen, Dormagen und Krefeld-Uerdingen. Weitere Unterstützung erhält das ChemLab von den Wirtschaftsförderungsgesellschaften des Rhein-Kreis und der Stadt Dormagen sowie vom Team des Nachbarschaftsbüros um Jobst Wierich.


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