Aktuelle Verkehrshinweise

17. Nov 2020

Deutsche Bahn: A40 Nach Lkw-Unfall Abriss von zwei Brücken und Einbau einer Hilfsbrücke im Dezember

Pressemitteilung der Deutschen Bahn

Erste Hilfsbrücke wird eingebaut • Abriss von zwei weiteren Brücken • Planmäßige Bauarbeiten für das elektronische Stellwerk Duisburg • Sperrung der A 40 vom 4. - 13. Dezember, Sperrung der Eisenbahnstrecke 2. - 7. Dezember

(Düsseldorf, 17. November 2020) Nach dem schweren Unfall eines Tank-Lkw auf der Autobahn A40 direkt unterhalb der Eisenbahnbrücken in Mülheim-Styrum steht während der Sperrung der A40 und der Eisenbahnstrecke zwischen Essen und Duisburg im Dezember ein Mammutprogramm an: In nur zehn Tagen reißt die DB zwei Brücken ab und baut für die wichtige Eisenbahnverbindung von Essen nach Duisburg die notwendigen Hilfsbrücken ein. Außerdem laufen die geplanten Arbeiten für die zweite Ausbaustufe des elektronischen Stellwerks in Duisburg.

  • In der Zeit von Mittwoch, 2. Dezember, 23.00 Uhr bis Montag, 7. Dezember, 4 Uhr, ist die Eisenbahnstrecke zwischen Essen und Duisburg gesperrt.
  • Zwischen dem 4. Dezember, 20 Uhr, bis 13. Dezember, 5.00 Uhr, ist die A40 in beide Richtungen gesperrt.

Die A40 in Fahrtrichtung Essen wird ab Kreuz Kaiserberg gesperrt. Die Ausfahrt Mülheim an der Ruhr (15) kann aus Richtung Duisburg also nicht erreicht werden, obwohl sie noch vor der geplanten Baustelle liegt. Mit der Sperrung ab Kreuz Kaiserberg soll vermieden werden, dass die Anschlussstelle Mülheim an der Ruhr überlastet wird und ein Rückstau auf die Autobahn entsteht. Gleiches gilt für die Anschlussstelle Kaiserberg, die ebenfalls gesperrt wird. Umleitungsstrecken für den Fernverkehr werden auf den so genannten dWiSta-Tafeln (dynamische Wegweiser mit integrierten Stauinformationen) und auf mobilen Anzeigetafeln bereits frühzeitig gegeben. Umleitungsstrecken führen unter anderem über die A42, A52 und A59. Einen Überblick über die aktuelle Verkehrslage bietet die Seite www.verkehr.nrw.

Mit Start der Sperrung der Eisenbahnstrecke verlegt die DB Kommunikations- und Datenkabel von den Brücken, die abgerissen werden, auf die stillgelegte Brücke der ehemaligen Zechenbahn – auf die Brücke 1. Dafür müssen die Kabel durchtrennt und verlängert werden. Gleichzeitig starten die Arbeiten für die zweite Ausbaustufe des elektronischen Stellwerks (ESTW) in Duisburg: Fundamente für Oberleitungsmaste müssen gegründet werden, Oberleitungsmaste montiert, Kabeltrassen gebaut und Kabel verlegt werden. Mit den Arbeiten für das ESTW ist die DB auf der Zielgerade. Trotz des Abrisses der Brücken und der notwendigen Einschränkungen plant die DB die Inbetriebnahme für Mai 2021.

Sobald die A40 gesperrt ist, rücken die Abrissbagger an. Gutachter hatten festgestellt, dass auch die Brücken 2 und 4 nicht mehr für den Eisenbahnverkehr freigegeben werden können und abgerissen werden müssen. Acht Abrissbagger sind im Einsatz und rund 200 Lkw-Ladungen Schutt müssen abtransportiert werden. Der Abriss wird Schäden auf dem Asphalt verursachen. Deshalb muss im Anschluss auch die Fahrplandecke erneuert werden.

Mit einem großen, 750-Tonnen-Kran werden dann insgesamt vier Brückenteile für die Hilfsbrücke der wichtigen Brücke 3 eingehoben. Sie sind pro Stück 26 Meter lang und wiegen je rund 80 Tonnen. Die DB hält Hilfsbrücken in ihrem Brückenlager im rheinlandpfälzischen Konz vor. Im Anschluss an die Sperrung baut die DB auf der Brücke Schotter, Schwellen und Weichen neu. Auch die Oberleitungsanlage und die notwendige Verkabelung muss im Brückenbereich wiederaufgebaut werden. Für den Eisenbahnverkehr wird die Hilfsbrücke zum Ende des Jahres wieder zur Verfügung stehen. Dann ist die Eisenbahnstrecke zwischen Essen und Duisburg wieder in beide Richtungen befahrbar. Bis dahin gilt – nach der Vollsperrung - wieder das derzeitige Ersatzkonzept.

Die DB plant, auch die Brücken 2 und 4 durch Hilfsbrücken zu ersetzen. Dazu laufen derzeit die Planungen. Die DB rechnet, dass sie bis Mitte nächsten Jahres einsatzbereit sind. Dann kann auch die Eisenbahnstrecke Oberhausen – Essen wieder befahren werden.

Bereits jetzt liegen die Kosten bei einem zweistelligen Millionenbetrag.


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