Sicherheit
Home » Sicherheit » Sicherheitskonzept
Das Sicherheitskonzept
Alle Betriebe im CHEMPARK arbeiten nach einem einheitlichen Sicherheitskonzept. Dieses Konzept ist behördlich geprüft, genehmigt und wird kontinuierlich weiterentwickelt. Vorbeugende Schutzmaßnahmen werden regelmäßig überprüft und optimiert. Gleichzeitig gilt: Sicherheit ist nie absolut. Ein Ereignis lässt sich nicht mit letzter Gewissheit ausschließen. Umso wichtiger sind klare Strukturen, eingespielte Abläufe und eine vorausschauende Vorbereitung.
Sicherheit entsteht im CHEMPARK deshalb nicht durch einzelne Maßnahmen. Sie ist das Ergebnis eines integrierten Systems aus Organisation, Technik, klaren Prozessen und qualifizierten Menschen.
Sicherheitszentrale
Das zentrale Lage- und Koordinationszentrum
Die Sicherheitszentrale ist ein zentraler Baustein der Sicherheitsorganisation im CHEMPARK. Hier laufen rund um die Uhr sicherheitsrelevante Informationen zusammen. Meldungen werden entgegengenommen, bewertet und in strukturierte Abläufe überführt.
Schon im Normalbetrieb arbeitet die Sicherheitszentrale präventiv und vernetzt. Im Ereignisfall steuert sie die Alarmierung, koordiniert Einsatzkräfte und stellt ein aktuelles Lagebild für die weiteren Entscheidungen bereit. So verbindet sie operative Einheiten, Fachbereiche, Unternehmen und Behörden zu einem handlungsfähigen Gesamtsystem.
Zahlen, Daten, Fakten
- Drei Sicherheitszentralen an den Standorten Leverkusen, Dormagen und Krefeld Uerdingen
- Rund um die Uhr Betrieb: 24/7, 365 Tage im Jahr
- Jährlich über 200.000 ein und ausgehende Anrufe
- Zentrale Koordinationsstelle für Gefahrenabwehr, Rettungsdienst, Werkschutz, Umweltüberwachung und Krisenmanagement
- Standortübergreifend vernetzt und gegenseitig ausfallsicher
Werkschutz
Sicherheit im täglichen Betrieb
Der Werkschutz sorgt für Sicherheit an den CHEMPARK-Standorten. Er schützt das Gelände, die ansässigen Betriebe, deren Eigentum, Know-how und Mitarbeitende. Zu seinen Aufgaben gehören unter anderem Zugangskontrollen, Kontrollen auf dem Gelände und die Unterstützung sicherheitsrelevanter Abläufe im täglichen Betrieb.
Die Aufgabe ist komplex: An drei Standorten, mit zahlreichen Zugängen, unterschiedlichen Anforderungen und mehreren Sicherheitsdienstleistern muss ein einheitlich hoher Qualitätsstandard gewährleistet werden. Der Werkschutz arbeitet dafür nach klaren Vorgaben und entwickelt seine Prozesse kontinuierlich weiter.
Zahlen, Daten, Fakten
- Zuständig für den Schutz der CHEMPARK-Standorte, der ansässigen Betriebe und des Know-hows
- Einheitliche Sicherheitsstandards trotz zahlreicher Zugänge und unterschiedlicher Anforderungen
- Zertifizierung nach DIN 77200-1 und DIN 77200-2 als Nachweis für fachlich qualifizierte und normkonforme Leistungen
- Überwachungsaudits sichern die Einhaltung des Leistungsniveaus
- Schulungs- und Unterweisungsprogramme sowie vereinfachte und verständlichere Anweisungen unterstützen die Qualität der Arbeit
Werkfeuerwehr
Industrielle Gefahrenabwehr mit spezieller Expertise
Die Werkfeuerwehr CHEMPARK ist auf die Anforderungen eines industriellen Umfelds spezialisiert. Sie schützt Menschen, Anlagen und Infrastruktur an allen Standorten und ist jederzeit einsatzbereit. Neben umfangreicher Technik sind es vor allem hochmotivierte, gut ausgebildete und erfahrene Einsatzkräfte, die im Ereignisfall schnell, sicher und professionell handeln.
Ihre Arbeit beginnt lange vor einem möglichen Ereignis. Die Werkfeuerwehr ist frühzeitig in Planungen, Risikoanalysen und Sicherheitskonzepte eingebunden. Technische Ausstattung, detaillierte Ortskenntnisse und regelmäßige Übungen sorgen dafür, dass Einsätze schnell, gezielt und wirksam abgearbeitet werden können — auch unter komplexen Bedingungen.
Zahlen, Daten, Fakten
- Eine der größten Werkfeuerwehren der chemischen Industrie in Deutschland
- Rund 450 Einsatzkräfte an drei Standorten
- Jährlich über 1.000 Einsätze, unter anderem in den Bereichen Brandschutz, Gefahrgut und technische Hilfeleistung
- Über 130 Einsatz- und Sonderfahrzeuge, darunter Lösch- und Tanklöschfahrzeuge, Spezialfahrzeuge für Gefahrgut- und Chemieunfälle, Einsatzleit-, Mess- und Logistikfahrzeuge sowie Rettungsdienstfahrzeuge
Großübung im Chempark:
Rettungsdienst und Gesundheitsschutz
Medizinische Hilfe und Prävention direkt vor Ort
Auch die medizinische Versorgung ist fester Bestandteil des Sicherheitskonzepts im CHEMPARK. An jedem Standort gibt es eine eigene Ambulanz zur Erstversorgung sowie eine*n eigene*n Notärzt*in. So kann im Ereignisfall schnell medizinisch geholfen werden – direkt im CHEMPARK und mit besonderem Verständnis für die Anforderungen eines chemischen Industriestandorts.
Der Rettungsdienst arbeitet dabei eng zwischen Werkfeuerwehr, Sicherheitszentrale und Gesundheitsschutz zusammen. Gerade im chemischen Umfeld zählt nicht nur Tempo, sondern auch die richtige fachliche Einschätzung. Deshalb stehen im CHEMPARK medizinische Strukturen bereit, die auf die besonderen Anforderungen des Standorts ausgerichtet sind.
Der Gesundheitsschutz ergänzt die akute Hilfe um Prävention und arbeitsmedizinische Betreuung. Dazu gehören Vorsorge, Beratung und spezielle Expertise zu chemiespezifischen Fragestellungen. So entsteht ein System, das Gesundheit nicht nur im Ereignisfall schützt, sondern Risiken frühzeitig erkennt und vorbeugt.
Zahlen, Daten, Fakten
- Eigene Ambulanz zur Erstversorgung an jedem Standort
- Eigene*r Notärzt*in je Standort
- Rettungsdienstliche Versorgung direkt im CHEMPARK
- Arbeitsmedizinische Betreuung und Vorsorge
- Spezielle Expertise für chemiespezifische Fragestellungen
- Enge Zusammenarbeit zwischen Werkfeuerwehr, Sicherheitszentrale und Gesundheitsschutz
- Bei Bedarf Weiterleitung in geeignete externe medizinische Einrichtungen
Krisenmanagement und Krisenstab
Struktur, Koordination und klare Entscheidungen
Das Krisenmanagement übernimmt eine zentrale Rolle, wenn Ereignisse über das unmittelbare Einsatzgeschehen hinausgehen. Es sorgt für Struktur, Koordination und Entscheidungsfähigkeit bei komplexen oder länger andauernden Lagen. Dazu gehören die Bündelung von Fachwissen, die Koordination über mehrere Organisationseinheiten hinweg und die Sicherstellung klarer Entscheidungsprozesse.
Wenn Umfang oder Dynamik eines Ereignisses es erforderlich machen, wird der Krisenstab aktiviert. Er ist das zentrale Entscheidungsgremium im Ernstfall. Dort arbeiten Fach- und Führungskräfte, betroffene Unternehmen und Expert*innen zusammen, um komplexe Lagen strategisch zu bewältigen. Operative Einsatzführung und strategische Steuerung sind klar getrennt und zugleich eng aufeinander abgestimmt.
Ziel ist es, Auswirkungen frühzeitig zu begrenzen, Orientierung zu schaffen und den Betrieb des CHEMPARK bestmöglich abzusichern — auch unter hohem Zeit- und Informationsdruck.
Zahlen, Daten, Fakten
- Rund 40 bis 50 Krisenmanagement-Aktivitäten pro Jahr
- Strukturierte Eskalations- und Entscheidungsstufen
- Permanente Rufbereitschaft qualifizierter Krisenmanager*innen
- Aktivierung des Krisenstabs abhängig von Umfang und Dynamik eines Ereignisses
- Über 300 qualifizierte Personen können standortübergreifend Aufgaben im Krisenstab übernehmen
- Eigene, technisch ausgestattete Krisenräume an allen Standorten
- Regelmäßige Schulungen, Übungen, Stabsübungen und Planspiele
- Enge Verzahnung mit Sicherheitszentrale, Werkfeuerwehr und Kommunikation
Der Krisenstab in Aktion – Stabsrahmenübung im Chempark Dormagen:
Krisenkommunikation
schnelle Information im Ereignisfall
Im Ereignisfall werden Nachbarschaft, Medien und weitere Anspruchsgruppen schnell und verlässlich informiert. Dafür stehen im CHEMPARK eigene, eingespielte Kommunikationsstrukturen bereit.
Ziel ist es, jederzeit gesicherte Informationen bereitzustellen und Spekulationen vorzubeugen. Kommunikation schafft Vertrauen – insbesondere im direkten Umfeld unserer Standorte. Der Dialog mit der Nachbarschaft hat dabei eine besondere Bedeutung.
Für die Kommunikation werden verschiedene Kanäle genutzt, darunter Social‑Media‑Kanäle, Pressemitteilungen, der Nachbarschafts‑Newsletter sowie eine Hotline für Rückfragen. Für Medienanfragen stehen feste Ansprechpartnerinnen und Sprecherinnen zur Verfügung.
Zahlen, Daten, Fakten
- 24/7 Bereitschaftsdienst für die Krisenkommunikation
- Feste Einbindung in die Strukturen von Krisenstab und Krisenmanagement
- Definierte Sprecher*innen-Struktur für Medienanfragen
- Qualifizierte Sprecher*innen mit regelmäßigen Medientrainings
- Regelmäßige Übungen zur Krisen- und Ereigniskommunikation
- Mehrkanal-Kommunikation über Social Media, Website, Newsletter und Hotline
- Zugriff auf abgestimmte und gesicherte Informationen im Ereignisfall
Dialog mit Partnern schafft Sicherheit
Gemeinsam lernen, Wissen teilen, Standards weiterentwickeln
Sicherheit entsteht nicht im Alleingang. Deshalb ist der CHEMPARK regelmäßig im Austausch mit Behörden, Feuerwehren, Fachorganisationen, Partnerunternehmen und weiteren Expert*innen. Gemeinsame Übungen, Fortbildungen, Fachmessen, Verbandsarbeit und der Austausch in Netzwerken helfen dabei, Erfahrungen zu teilen und Sicherheitsprozesse kontinuierlich weiterzuentwickeln.
Ein wichtiger Baustein ist die fachliche Expertise der Mitarbeitenden. Sie bringen ihr Wissen in der täglichen Arbeit, in Übungen, in Fachgremien, in Publikationen und im Austausch mit externen Partnern ein. Auch die eigene Ausbildung und regelmäßige Weiterbildung tragen dazu bei, Wissen aktuell zu halten, praktische Erfahrung weiterzugeben und die Sicherheitsorganisation im CHEMPARK weiter zu stärken.
So bleibt Sicherheit im CHEMPARK ein lernendes System — vernetzt, erfahren und offen für neue Erkenntnisse.










































